Ryanair streicht Flüge in Hamburg – und droht mit Kapazitätskürzung um 20 Prozent
Emma KrügerWirtschaftsbehörde: Ryanair-Streichungen nicht ortsrelevant - Ryanair streicht Flüge in Hamburg – und droht mit Kapazitätskürzung um 20 Prozent
Ryanair kürzt Flüge am Flughafen Hamburg – und reduziert seine Kapazitäten um ein Fünftel
Die Billigfluggesellschaft gibt hohe Gebühren als Grund für die Entscheidung an. Die Stadtverwaltung hingegen hält den Schritt für eine Verhandlungstaktik.
Der Low-Cost-Anbieter kündigte an, seinen Betrieb am Hamburger Flughafen in diesem Sommer zurückzufahren. Laut Unternehmen seien die Flughafengebühren "überhöht und nicht wettbewerbsfähig". Dies geschieht, obwohl der Flughafen mit rund 55 Airlines, die dort auch in diesem Sommer noch aktiv sind, nach wie vor ein vielgenutzter Drehkreuz bleibt.
Die Hamburger Wirtschaftsbehörde spielt die Kürzungen herunter. Offizielle Stellen vermuten, dass Ryanair mit dem Schritt lediglich bessere Konditionen in den laufenden Preisverhandlungen durchsetzen will. Der Flughafen selbst befindet sich mehrheitlich im Besitz der Stadt, die 51 Prozent der Anteile hält, während die restlichen 49 Prozent der AviAlliance GmbH gehören.
Die reduzierten Flugpläne von Ryanair treten in diesem Sommer in Kraft. Die Entscheidung folgt auf Streitigkeiten über die Gebühren, doch die Hamburger Führung sieht darin vor allem eine Verhandlungsstrategie. Trotz der Einschränkungen wird der Flughafen weiterhin von Dutzenden anderen Fluggesellschaften angeflogen.
