17 January 2026, 13:36

Brandenburg führt strengere Wohnsitzregeln für Migranten nach Schulgewalt ein

Ein altes Buch mit einem schwarzen Hintergrund, das eine detaillierte Karte der Region Brandenburg in Deutschland zeigt, einschließlich Flüsse, Berge und Städte, mit begleitendem Text, der zusätzliche Informationen bietet.

Brandenburg verhängt Wohnsitzbeschränkungen für Migranten - Brandenburg führt strengere Wohnsitzregeln für Migranten nach Schulgewalt ein

Brandenburgs Innenminister René Wilke hat Pläne für strengere Wohnsitzregeln für Migranten angekündigt. Der Schritt folgt auf Gespräche in Cottbus über zunehmende Gewalt an Schulen und soziale Spannungen im Stadtteil Sachsendorf. Die Behörden wollen damit einer Überlastung in städtischen Ballungsräumen vorbeugen, indem sie die Verteilung der migrantischen Bevölkerung gleichmäßiger über die Region steuern.

Die Entscheidung ergab sich nach einem Treffen in Cottbus zwischen Wilke, Bildungsminister Steffen Freiberg und Oberbürgermeister Tobias Schick. Dabei wurden die Auswirkungen jüngster gewalttätiger Vorfälle an örtlichen Schulen analysiert, darunter ein dringender Appell von Eltern der Regine-Hildebrandt-Grundschule. Die Runde war sich einig, dass hohe Konzentrationen von Migranten in Städten die Integrationsbemühungen erschweren.

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Künftig unterliegen Geflüchtete mit Aufenthaltserlaubnis in Deutschland kreisspezifischen Wohnsitzauflagen. Statt sich frei niederzulassen, können sie bestimmten Wohnorten zugewiesen werden. Wilke begründete dies damit, dass so der Druck auf die Städte verringert und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werde. Die Maßnahme zielt auf sogenannte "Konzentrationseffekte" ab, bei denen große migrantische Gemeinschaften in begrenzten Gebieten besondere Herausforderungen schaffen. Durch eine Umverteilung der Bewohnerinnen und Bewohner hofft die Landesregierung, Spannungen abzubauen und die Integration zu erleichtern.

Die neuen Regelungen gelten für Migranten, die bereits über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügen. Die Behörden erwarten, dass die Änderungen die urbanen Zentren entlasten und ein ausgewogeneres Gemeinschaftsgefüge fördern. Cottbus, wo die jüngsten Schulkonflikte die Debatte ausgelöst hatten, wird zu den ersten Gebieten gehören, in denen das neue System greift.