17 January 2026, 20:32

Merz plant Kabinettsumbildung – doch die CDU-Wahlergebnisse entscheiden mit

Ein detaillierter Grundrissplan des ehemaligen Büro des deutschen Bundeskanzlers, der den Aufbau des Gebäudes mit verschiedenen Räumen und Textanmerkungen zeigt.

Bundesregierung bestreitet angebliche Merz-Pläne für Kabinettsumbildung - Merz plant Kabinettsumbildung – doch die CDU-Wahlergebnisse entscheiden mit

Laut Medienberichten erwägt Bundeskanzler Friedrich Merz eine umfassende Umbildung seines Kabinetts sowie der CDU/CSU-Fraktionsführung. Wie der Spiegel berichtet, hängen diese Pläne maßgeblich von den Ergebnissen der anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ab. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht dabei Fraktionschef Jens Spahn, dessen Rolle in den kommenden Monaten deutlich verändert werden könnte.

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Das Verhältnis zwischen Merz und Spahn gilt bereits seit einiger Zeit als angespannt. Sollte die CDU bei den Landtagswahlen im März 2026 ein schlechtes Ergebnis erzielen, könnte Spahn laut Berichten von seinem aktuellen Posten als Vorsitzender der Unionsfraktion abberufen und stattdessen Bundesverkehrsminister werden – als Nachfolger von Gordon Schneider. Die Führung der Fraktion würde dann Thorsten Frei übernehmen.

Der Spiegel geht davon aus, dass diese personellen Wechsel bereits im Mai vollzogen werden könnten, falls sich die Umfragewerte nicht zugunsten der CDU entwickeln. Gleichzeitig berichtet das Magazin Stern, Spahn beabsichtige nicht, sich auf dem anstehenden Parteitag in Stuttgart (20.–21. Februar) für eine weitere Spitzenposition in der Partei zur Wahl zu stellen. Parteikreise zufolge räume er damit bewusst Platz für eine neue Führungsebene.

Die Bundesregierung wies die Berichte indes vollständig zurück. Aus Regierungskreisen heißt es, Merz plane keine Personalrochaden, und eine Kabinettsumbildung stehe nicht zur Debatte.

Ungewiss bleibt, ob und wann es zu den angekündigten Veränderungen kommt – ihr Umfang hängt entscheidend von den Wahlergebnissen ab. Sollten die Pläne umgesetzt werden, würde dies einen deutlichen Einschnitt in die Führungsstruktur von CDU und CSU bedeuten. Bis auf Weiteres betont die Regierung jedoch, dass keine Entscheidungen getroffen wurden.