Warum „Dinner for One“ seit 50 Jahren unseren Silvesterabend prägt

Warum „Dinner for One“ seit 50 Jahren unseren Silvesterabend prägt
Jeden Silvesterabend schalten Millionen in Deutschland und Österreich ein, um Dinner for One zu sehen – eine kurze Komödie, die seit den 1970er-Jahren zu einer geliebten Tradition geworden ist. Die nur 18 Minuten lange Aufführung spielt um 1900 in einem englischen Salon und begleitet eine ältere Aristokratin und ihren Butler, die ein Dinner für unsichtbare Gäste ausrichten. Was einfach klingt, verbindet auf einzigartige Weise Humor, Einsamkeit und scharfsinnige Gesellschaftskritik – und fasziniert das Publikum noch Jahrzehnte später.
Im Mittelpunkt steht Miss Sophie, eine 90-jährige Dame, die ihren Geburtstag mit einem festlichen Abendessen feiert. Ihre vier engsten Freunde – längst verstorben – werden von ihrem Butler James verkörpert, gespielt von Freddie Frinton. Im Laufe des Abends bewegt sich James zwischen Tisch und Anrichte, serviert Gang für Gang und übernimmt dabei die Rollen der abwesenden Gäste. Bei jedem Toast leert er deren Gläser, wird zunehmend betrunken, hält sich jedoch stets an die strengen Umgangsformen des Anlasses.
Das Menü ist ein durchkomponiertes Ritual: mehrere Gänge mit passenden Getränken, die Reichtum und koloniale Traditionen widerspiegeln. Die Kulisse – ein prunkvoller, aber verblassender englischer Salon – steht für eine Welt, in der Klasse und Etikette einst absolute Geltung hatten. Doch diese Ordnung ist längst zerfallen, zurück bleibt nur das Personal, das die Leere füllt. Die Beziehung zwischen Miss Sophie und James basiert auf jahrzehntelanger Dienstbarkeit, Vertrautheit und dem unausgesprochenen Einverständnis, dass die Inszenierung weitergehen muss – egal wie absurd.
Der Humor der Sketchs liegt in der Wiederholung und James’ wachsender Trunkenheit, doch unter der Oberfläche schwingt ein düsterer Unterton mit. Er zeigt Einsamkeit im Alter als fast unvermeidliche Folge einer Gesellschaft, die Formalität und Tradition über alles stellt. Die betrunkenen Stolperer des Butlers und die leeren Stühle am Tisch erinnern leise an die Vergänglichkeit der Zeit und die Zerbrechlichkeit menschlicher Verbindungen.
Trotz seiner britischen Herkunft fand Dinner for One seine wahre Heimat im deutschsprachigen Raum. Seit den frühen 1970er-Jahren wird die Komödie fast jährlich an Silvester ausgestrahlt und avancierte vom Nischenformat zur kulturellen Institution. Ihr anhaltender Erfolg liegt darin, große Themen wie Klasse, Rituale und Isolation in ein kompaktes, urkomisches und zugleich berührendes Format zu packen.
Der Sketch ist fester Bestandteil der Feiertage, gesehen von Generationen, die immer wieder zu seiner Mischung aus Nostalgie und scharfem Witz zurückkehren. Die Darstellung einer untergegangenen Epoche, eingehüllt in Komik und Melancholie, sorgt dafür, dass Dinner for One auch lange nach der Erstausstrahlung nichts von seiner Aktualität verloren hat. Für viele ist die Tradition, James bei seinen torkelnden Trinksprüchen zu beobachten, mittlerweile so unverzichtbar wie Feuerwerk oder Sekt zum Jahreswechsel.

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