BSW hält in Thüringen an der Macht – trotz bundesweiter Krisen und sinkender Umfragen

Thüringen - der letzte stabile BSW-Standort? - BSW hält in Thüringen an der Macht – trotz bundesweiter Krisen und sinkender Umfragen
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bleibt in Thüringen als Teil einer sogenannten „Brombeerkoalition“ mit CDU und SPD an der Macht. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die Partei in anderen Teilen Deutschlands mit Instabilität kämpft – ihre einzige weitere Koalition in Brandenburg war Anfang dieses Jahres gescheitert. Trotz interner Spannungen hat die Thüringer Landesregierung wichtige Weichenstellungen vorangetrieben, darunter die Verabschiedung eines Zweijahreshaushalts für 2026 und 2027.
Der Thüringer Landesverband des BSW hat es geschafft, die Koalition zusammenzuhalten, obwohl die Partei bundesweit an Unterstützung verliert. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sich ihre Zustimmung seit der Landtagswahl 2024 etwa halbiert hat und nun bei nur noch sieben Prozent liegt. Dennoch sicherte sich die Regierung finanzielle Stabilität, indem sie einen Haushalt für die kommenden zwei Jahre beschloss.
Innerhalb der Partei herrscht weiterhin Uneinigkeit. Die Landesvorsitzende Katja Wolf und der Fraktionschef Frank Augsten gerieten mit der Parteigründerin Sahra Wagenknecht über den Kurs der Koalition aneinander. Zwei der 15 BSW-Abgeordneten im Thüringer Landtag stehen dem Bündnis ebenfalls kritisch gegenüber – ein Zeichen für die breitere Unzufriedenheit an der Basis. Der Politikwissenschaftler Torsten Oppelland beschreibt das BSW in Thüringen als „stabiler und ruhiger“ als in anderen Bundesländern. Während die Partei in Sachsen-Anhalt, Hamburg oder Bayern mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat, gelingt es Wolf und ihrem Stellvertreter Steffen Schutz, ein funktionierendes Arbeitsverhältnis aufrechtzuerhalten. Nach dem Scheitern der SPD-BSW-Koalition in Brandenburg betonte Augsten erneut Thüringens Verpflichtung zu verlässlicher Regierungsarbeit. Anfang 2026 ist Thüringen der einzige Bundesstaat, in dem das BSW noch an einer Koalition beteiligt ist, nachdem die Partei in Brandenburg die Regierung verlassen hat.
Die Zukunft des BSW in Thüringen hängt davon ab, ob es gelingt, die internen Konflikte mit einer überzeugenden Sachpolitik in Einklang zu bringen. Der beschlossene Haushalt sorgt zwar für kurzfristige Stabilität, doch sinkende Umfragewerte und anhaltende Streitigkeiten könnten die Belastbarkeit der Koalition auf die Probe stellen. Vorerst bleibt Thüringen die einzige Region in Deutschland, in der das BSW Regierungsverantwortung trägt – und sich damit von den Krisen in anderen Landesverbänden abhebt.

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