Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromausfall – und erntet heftige Kritik

Urlaub, Lachen, Tennisspiel - politische Patzer und ihre Folgen - Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromausfall – und erntet heftige Kritik
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner gerät wegen Tennis-Spiels während eines Stromausfalls in die Kritik
Der regierende Bürgermeister Berlins, Kai Wegner, sieht sich wachsender Kritik für sein Verhalten während eines kürzlichen großflächigen Stromausfalls ausgesetzt. Während Teile der Stadt ohne Strom waren, verbrachte er Zeit auf dem Tennisplatz. Der Vorfall erinnert an frühere politische Skandale, in denen Politiker für als realitätsfremd empfundenes Verhalten in Krisenzeiten scharf angegriffen wurden.
Der Blackout traf vergangenes Wochenende den Südwesten Berlins und ließ tausende Haushalte tagelang ohne Strom. Die Behörden vermuten Brandstiftung als Ursache. Zwar konnte die Stromversorgung schließlich wiederhergestellt werden, doch die Verärgerung über die zögerliche Reaktion der Verantwortlichen hält an.
Während der Stromsperre entschied sich Wegner, am Samstagnachmittag eine Stunde lang Tennis zu spielen. Auf Nachfrage zu seinem Terminkalender erwähnte er das Match später mit keinem Wort. Kritiker werfen ihm vor, in einer Phase, in der die Bevölkerung mit den Folgen des Blackouts kämpfte, ein schlechtes Gespür für die Lage bewiesen zu haben.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein deutscher Politiker für sein Verhalten in einer Krise unter Beschuss gerät. Im Juli 2021 wurde Armin Laschet, damals Kanzlerkandidat, gefilmt, wie er in einem von Hochwasser betroffenen Gebiet lachte, während Bundespräsident Steinmeier eine ernste Ansprache hielt. Der Vorfall schadete Laschets Image nachhaltig und trug zwei Monate später zur Niederlage seiner Partei bei der Bundestagswahl bei. Anne Spiegel trat im April 2022 als Bundesfamilienministerin zurück, nachdem bekannt geworden war, dass sie nur zehn Tage nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal einen vierwöchigen Urlaub in Frankreich angetreten hatte. Die öffentliche Empörung über ihre Abwesenheit führte zu ihrem Rücktritt.
Auch andere Politiker mussten Konsequenzen für als taktlos wahrgenommenes Verhalten ziehen. Christine Lambrecht gab im Januar 2023 ihr Amt als Verteidigungsministerin auf, nachdem sie für ein Foto ihres Sohnes in einem Militärhubschrauber und einen umstrittenen Instagram-Beitrag kritisiert worden war. Boris Pistorius, ein weiterer ehemaliger Verteidigungsminister, trat 2023 nach einem Skandal um ein Strand-Fotoshooting zurück. Rudolf Scharpings Karriere litt im Jahr 2000, als das Magazin Bunte Fotos von ihm veröffentlichte, die ihn entspannt am Pool auf Mallorca zeigten – zu einer Zeit, als die Bundesregierung über den Einsatz deutscher Truppen in Mazedonien debattierte. Die Bilder lösten Vorwürfe aus, er entferne sich von den drängenden politischen Fragen.
Wegners Entscheidung, während des Stromausfalls Tennis zu spielen, hat die ohnehin vorhandene Verärgerung in der Bevölkerung weiter geschürt. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Fällen, in denen politische Akteure für als abgehoben empfundenes Verhalten in Krisensituationen büßen mussten. Wie sich der Vorfall auf Wegners Ansehen auswirken wird, bleibt abzuwarten – doch die Vergangenheit zeigt, dass solche Momente langfristige politische Folgen haben können.

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