Hamburgs Gender-Pay-Gap bleibt trotz EU-Regeln ein ungelöstes Problem

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Eine Liniengrafik, die die Mittel für den Fokus auf die Geschlechterlücke über die Zeit zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.Admin User

Geschlechterlohnunterschied in Hamburg liegt bei sieben Prozent nach Anpassung - Hamburgs Gender-Pay-Gap bleibt trotz EU-Regeln ein ungelöstes Problem

Hamburgs Lohngefälle zwischen den Geschlechtern bleibt ein hartnäckiges Problem – aktuelle Zahlen zeigen kaum Fortschritte. Im vergangenen Jahr verdienten Frauen in der Hansestadt im Schnitt 17 Prozent weniger als Männer, und das vor der Berücksichtigung von Faktoren wie Qualifikation oder Arbeitszeit. Selbst nach Anpassung dieser Kriterien blieb die Lücke bei 7 Prozent.

Der unbereinigte Lohnunterschied verringerte sich zwar leicht – von 18 Prozent im Jahr 2024 auf 17 Prozent 2025 – liegt damit aber weiterhin über dem Bundesdurchschnitt von 16 Prozent. Die bereinigte Lücke, bei der Unterschiede in Berufswahl, Erfahrung und Arbeitszeit einfließen, hat sich seit 2024 gar nicht verändert.

Ein Grund für die anhaltende Diskrepanz ist das Alter bei der Geburt des ersten Kindes: In Hamburg bekommen Frauen ihr erstes Kind im Schnitt mit 31,5 Jahren. Nach der Geburt stagnieren ihre Einkommen häufig, während die der Männer weiter steigen. Bisher wurden keine konkreten Verantwortlichen benannt, um die überdurchschnittlich hohe Lücke in der Stadt zu untersuchen. Doch ab 2026 greift die EU-Lohntransparenzrichtlinie (2023/970), die Arbeitgeber, Betriebsräte und Tarifpartner verpflichtet, Gehaltsprüfungen durchzuführen und Lücken von 5 Prozent oder mehr zu korrigieren.

Im öffentlichen Dienst Hamburgs fordert die GEW Hamburg unter ihrem Vorsitzenden Bodo Haß bereits seit Längerem Maßnahmen gegen die Ungleichheit – besonders in frauentypischen Berufen wie der Therapie.

Die neuesten Daten belegen: Hamburgs Gender-Pay-Gap bleibt weitgehend unverändert, trotz minimaler Verbesserungen bei den unbereinigten Werten. Mit den ab 2026 geltenden EU-Transparenzregeln steigt der Druck auf Arbeitgeber und Gewerkschaften, Lohnunterschiede aktiv anzugehen. Besonders im öffentlichen Sektor – etwa in Schulen – könnte die Bezahlungsgerechtigkeit in traditionell von Frauen dominierten Bereichen künftig stärker unter die Lupe genommen werden.

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