Sozialer Wohnungsbau bricht 2024 ein – Berlin fehlen fast 3.000 Wohnungen
Emma KrügerSozialer Wohnungsbau bricht 2024 ein – Berlin fehlen fast 3.000 Wohnungen
Deutschland verzeichnet 2024 drastischen Rückgang beim sozialen Wohnungsbau – Berlin fehlen 2.957 Wohnungen
Ende 2024 sank die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland deutlich: Allein in Berlin fehlten 2.957 Einheiten. Bundesweit belief sich der Bestand an geförderten Sozialwohnungen auf rund 1,05 Millionen. Kritiker warnen vor einer sich verschärfenden Wohnungsnot.
Im gesamten Land wurden 2024 insgesamt 57.621 Wohnungen aus der Mietpreisbindung des sozialen Wohnungsbaus genommen. Besonders betroffen war Nordrhein-Westfalen mit einem Nettoverlust von 18.538 Wohnungen, gefolgt von Bayern, das 2.790 Einheiten verlor.
Während das Defizit in Berlin die Lage zusätzlich belastete, verzeichnete Baden-Württemberg als einziges Bundesland einen leichten Zuwachs von 3.046 Sozialwohnungen. Immerhin entstanden 4.701 neue Plätze in Wohnheimen für Studierende und Auszubildende – eine kleine Entlastung auf dem angespannten Wohnungsmarkt.
Bundesbauministerin Verena Hubertz kündigte Maßnahmen zur Bewältigung der Krise an. Bis 2029 sollen 23,5 Milliarden Euro aus Bundesmitteln in den sozialen Wohnungsbau fließen. Dennoch sank die bundesweite Zahl der Sozialwohnungen bis Ende 2025 im Vergleich zum Vorjahr um weitere 20.000 Einheiten. Die wohnungspolitische Sprecherin der Linken, Lay, kritisierte die anhaltende Unterversorgung und schätzte das bundesweite Defizit auf etwa eine Million Wohnungen.
In den meisten Regionen übersteigt der Verlust an Sozialwohnungen weiterhin den Neubau. Zwar soll die Bundesförderung die Entwicklung umkehren, doch die Lücke bleibt beträchtlich. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der bevorstehenden Herausforderungen.






