Schulsportspiele werden leistungsorientierter – mit ungewöhnlichen Wettbewerben wie IronChild
Moritz HartmannSchulsportspiele werden leistungsorientierter – mit ungewöhnlichen Wettbewerben wie IronChild
Die Deutschen Schulsportspiele sollen künftig einen stärkeren Wettbewerbscharakter erhalten. Bildungsministerin Karin Prien setzt sich für eine stärkere Leistungsorientierung bei der Veranstaltung ein. Ein neuer Vorschlag des Bundesbildungsministeriums zielt darauf ab, diese Neuausrichtung verbindlich zu regeln.
Einer der ungewöhnlichsten Wettbewerbe ist der IronChild-Wettkampf. Dabei werden Schülerinnen und Schüler über mehrere Tage auf einer Aschelaufbahn in Ausdauer, Disziplin und Kostenrechnung geprüft. Die Sieger erhalten ein persönliches Coaching mit Vorstandsvorsitzendem Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann, während die Verlierer mit einer Gymnasiumsempfehlung rechnen müssen.
An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule treten die Athletinnen und Athleten ausschließlich in lateinischer Sprache und mit dem Rücken zum Publikum an. Die Friedrich-August-von-Hayek-Eliteschule hingegen hat ihre Schüler für den IronChild-Wettkampf im Rahmen der Spiele angemeldet.
Bernd Kreimer-Rendsburg fordert, alle Leistungsbewertungen nach Spielprinzipien umzugestalten. Sein Konzept sieht ein Ranking-System vor, in dem Eltern Spielmünzen erwerben können. Konservative Politiker arbeiten nun daran, solche wettbewerbsorientierten Praktiken wieder in öffentliche Schulsportveranstaltungen einzuführen.
Das Bundesbildungsministerium erarbeitet derzeit einen Entwurf für leistungsbasierte Kinderspiele. Die Änderungen könnten die Art und Weise, wie Erfolge im Schulsport gemessen werden, grundlegend verändern. Die Kultusministerkonferenz begleitet die Initiative.






