Siemens-Aktie unter Druck: Warum Insider jetzt kaufen – trotz schwacher Prognosen
Moritz HartmannSiemens-Aktie unter Druck: Warum Insider jetzt kaufen – trotz schwacher Prognosen
Siemens-Aktie durchlebt schwieriges Jahr – Insider-Käufe signalisieren Vertrauen
Die Aktien von Siemens stehen vor einem herausfordernden Jahr: Der Kurs notiert derzeit bei 204,70 Euro – rund 13 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Der Rückgang folgt auf eine Phase negativer Analystenstimmungen, branchenweite Schwächen und eine Gewinnprognosen-Kürzung. Gleichzeitig deuten jüngste Aktienkäufe zweier Schlüsselpersonen auf Zuversicht in die Zukunft des Konzerns hin, trotz anhaltender Bedenken einiger Marktbeobachter.
In den vergangenen zwölf Monaten verlor Siemens Healthineers 28,42 Prozent an Wert – der Kurs fiel von 50,82 Euro auf etwa 36,26 Euro. Treiber des Rückgangs waren ein breiter Technologie-Abschwung seit dem 23. Januar 2026, eine verschlechterte Analystenstimmung nach dem 6. März sowie eine angepasste Gewinnprognose. Demgegenüber entwickelte sich Siemens Energy deutlich besser und legte im gleichen Zeitraum 152,08 Prozent zu, erlitt jedoch am 27. März 2026 einen Tagesverlust von 5,46 Prozent.
Der Barclays-Analyst Vlad Sergievskii senkte kürzlich das Kursziel für Siemens von 225 auf 220 Euro und beließ die Einstufung bei "underweight" (untergewichten). Als Gründe nannte er ungelöste operative Fragen und Bedenken zur Bewertung der Aktie. Die Deutsche Bank Research hingegen behielt die Empfehlung "halten" mit einem Zielkurs von 245 Euro bei und geht davon aus, dass der Iran-Konflikt kaum Auswirkungen auf die Auftragseingänge im zweiten Quartal haben werde.
Am 26. März erwarben die Insider Marisol von Siemens und Hadrian Pausch jeweils Aktien im Wert von rund 105.000 Euro. Beide stehen in Verbindung mit der Aufsichtsratsmitglied Dr. Nathalie von Siemens, und ihre Käufe wurden als Vertrauensbekundung in die langfristigen Aussichten des Unternehmens gewertet. Am 13. Mai wird Siemens seine Quartalszahlen vorlegen, dabei werden die Auftragsentwicklung im Bereich Digital Industries sowie die Reaktion auf operative Kritikpunkte der Analysten im Fokus stehen.
Der anstehende Quartalsbericht am 13. Mai soll weitere Klarheit über die Performance des Konzerns bringen, insbesondere in der Sparte Digital Industries. Während die Insider-Käufe als positives Signal gewertet werden, werden Anleger genau beobachten, ob operative Verbesserungen die Belastungsfaktoren ausräumen können, die bisher auf der Aktie lasteten. Während Barclays eine zurückhaltende Haltung einnimmt, fällt die Einschätzung der Deutschen Bank optimistischer aus – der Markt bleibt damit in der Einschätzung der kurzfristigen Entwicklung von Siemens gespalten.






