Niedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister boomen, Industrie und Energie brechen ein
Lina FuchsNiedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister boomen, Industrie und Energie brechen ein
Niedersachsens Wirtschaft zeigte 2024 gemischte Ergebnisse mit einem deutlichen Wandel hin zu dienstleistungsorientierten Branchen. Während einige Sektoren florierten, verzeichneten andere starke Rückgänge, sodass der Gesamtumsatz der Unternehmen um 1,8 Prozent sank. Die gesamten Erlöse umsatzsteuerpflichtiger Betriebe beliefen sich auf rund 746 Milliarden Euro für das Jahr.
Die Zahl der Unternehmen in der Region stieg leicht um 0,6 Prozent auf 276.260. Doch dieser Anstieg konnte den breiten Abschwung in zentralen Bereichen nicht aufhalten. Am stärksten betroffen waren die Energielieferanten, deren Umsätze um 17 Prozent einbrachen. Auch die Industrie kämpfte mit einem Rückgang von 5,5 Prozent – ein Trend, der bereits 2022 begonnen hatte. Besonders hart traf es den Maschinenbau sowie die Metallherstellung und -verarbeitung.
Dagegen entwickelten sich die Dienstleistungsbranchen positiv. Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie wissenschaftliche, technische und freiberufliche Bereiche verzeichneten deutliche Umsatzsteigerungen. Trotz dieser Zuwächse reichten sie nicht aus, um die deutlichen Verluste in Produktion und Handel auszugleichen.
Haupttreiber des Umsatzrückgangs waren vor allem der Energiesektor und die Industrie. Ihre schwache Performance überlagerte die positiven Entwicklungen im Dienstleistungsbereich und unterstrich damit den strukturellen Wandel der Regionalwirtschaft.
Die Wirtschaftsdaten Niedersachsens für 2024 verdeutlichen eine wachsende Abhängigkeit von Dienstleistungssektoren. Doch die Verluste in Energie und Industrie belasteten die Gesamterlöse stark. Mit einem Rückgang auf 746 Milliarden Euro steht die Region weiterhin vor der Herausforderung, ihre wirtschaftliche Basis auszubalancieren.






