Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

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Eine Ausstellung mit einem Tisch, auf dem verschiedene Landesflaggen, ein Karton, Papiere und ein Banner liegen, eine Kugel links daneben, eine Anschlagtafel rechts daneben mit einigen Menschen in der N√§he und mehreren Tischen und Stühlen im Hintergrund.

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

In den vergangenen Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Sport und Gesundheitswesen in Mainz und Rheinland-Pfalz verstorben. Ihr Wirken erstreckte sich über Jahrzehnte und hinterlässt in ihren jeweiligen Bereichen bleibende Spuren.

Unter ihnen waren ein ehemaliger Regierungschef, ein gefeierter Karnevalskünstler und ein engagierter Onkologe, dessen Arbeit unzählige Menschen berührte.

Bernhard Vogel, eine Schlüsselfigur der deutschen Politik, starb im Alter von 92 Jahren. Zwölf Jahre lang führte er Rheinland-Pfalz als Ministerpräsident, bevor er später in Thüringen amtierte. Sein Einfluss reichte weit über die Landespolitik hinaus.

Herbert Mertin, Justizminister des Landes und Mitglied der FDP, verstarb mit 66 Jahren. Von 2016 bis zu seinem Tod prägte er als Ressortchef die Rechtspolitik in Rheinland-Pfalz. Im Gesundheitsbereich verlor die Region mit Dr. Thomas Flohr einen angesehenen Onkologen, der mit nur 57 Jahren starb. Bekannt für sein unermüdliches Engagement für Krebspatienten, war weniger bekannt, dass er als Schweizer Rennfahrer in der LMGT3-Saison 2025 noch zwei Podestplatzierungen erreichte, bevor er Anfang Oktober verunglückte.

Die Mainzer Karnevalsszene trauert um zwei prägende Gestalten: Dieter Wenger, den langjährigen Chef-Wagenbauer des Mainz 05 Karnevalsvereins, der im Alter von 84 Jahren starb. Über sechs Jahrzehnte entwarf er die aufwendigen Motivwagen für den Rosenmontagszug. Ebenfalls verstorben ist Elisabeth Klöver, die Leiterin des MCV-Gardeballetts, die mit 85 Jahren ging. Ihr Wirken prägte jahrzehntelang die karnevalistischen Traditionen der Stadt.

Aus der Kultur- und Medienlandschaft wurden Ulf Glasenhardt, Koordinator für kulturelle Veranstaltungen in Mainz und Wiesbaden, sowie der langjährige ZDF-Nachrichtenjournalist Ekkehardt Gahntz betrauert. Gahntz, der mit 79 Jahren starb, gestaltete über 25 Jahre mit seiner präzisen Arbeitsweise die Nachrichtenformate des Senders mit.

Auch im Sport und in der sozialen Arbeit hinterlassen die Verstorbenen Lücken: Holger Bernhardt, ehemaliger Torwart des 1. FSV Mainz 05, kam bei einem Verkehrsunfall im Alter von 52 Jahren ums Leben. Marita Boos-Waidosch, die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, verstarb nach jahrelangem Einsatz für Barrierefreiheit und Inklusion. Zudem verlor die Kulturlandschaft mit Barbara Rupp eine prägende Persönlichkeit – von 1983 bis 2008 leitete sie den Förderverein des Mainzer Unterhaus und sicherte dessen Bestand als kulturellen Mittelpunkt über Jahrzehnte.

Der Tod dieser Menschen markiert das Ende ganzer Epochen in ihren jeweiligen Bereichen. Ob in der Politik, Medizin, Karnevalskunst oder sozialen Arbeit – ihr Schaffen formte Institutionen und verbesserte das Leben unzähliger Menschen in der Region. Viele ihrer Leistungen werden noch lange sichtbar bleiben.

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