Länder fordern Nationalreserve für schnelle Reparaturen kritischer Infrastruktur
Lina FuchsLänder fordern Nationalreserve für schnelle Reparaturen kritischer Infrastruktur
Innenminister der Länder schlagen „Nationalreserve für Bau- und Reparaturmaterialien“ vor
Die Innenminister der Bundesländer haben die Schaffung einer Nationalreserve für Bau- und Reparaturmaterialien vorgeschlagen. Mit der Initiative sollen Notfallreparaturen beschleunigt und verfletzliche Lieferketten geschützt werden. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund jüngster Angriffe auf kritische Infrastruktur, die Schwachstellen in der Widerstandsfähigkeit des Landes offenbarten.
Der Plan ist eine Reaktion auf die Sabotage der Berliner Stromversorgung im Januar 2023. Bei dem Anschlag waren zehntausende Haushalte ohne Strom, und er zeigte, wie kleine Gruppen durch gezielte Angriffe auf Schlüsselsysteme erhebliche Störungen auslösen können.
Die geplante Reserve soll lebenswichtige Komponenten für das Stromnetz vorhalten, darunter Hochspannungstransformatoren, Schaltanlagen, Spezialkabel und Schutzsysteme. Ziel ist es, kritische Infrastruktur – insbesondere Stromnetze – nach solchen Vorfällen schneller wiederherzustellen.
Die Länder fordern die Bundesregierung zudem auf, Gesetze zu verabschieden, die in Krisenfällen Genehmigungen für Schwer- und Großraumtransporte beschleunigen. Die Reserve soll Verzögerungen bei Notfallreparaturen verringern und Deutschland in die Lage versetzen, künftige Angriffe auf seine Infrastruktur schneller abzuwehren. Die Minister hoffen auf bundesweite Unterstützung, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen.






