Jogi Löws scharfes Comeback: Warum er die Nationalmannschaft jetzt kritisiert
Henry SeidelJogi Löws scharfes Comeback: Warum er die Nationalmannschaft jetzt kritisiert
Jogi Löw ist ins Fußballgeschäft zurückgekehrt und hat dabei scharfe Kritik am aktuellen deutschen Nationalteam geübt. Seine Rückkehr folgt auf Jahre des Einflusses abseits des Platzes, in denen er sowohl den Sport als auch die Politik geprägt hat. Seine Amtszeit als Bundestrainer hinterließ tiefgreifende Spuren im deutschen Fußball und im öffentlichen Bild des Landes.
Löw führte Deutschland 2014 zum WM-Titel und sah sich danach für noch größere Aufgaben berufen. Er positionierte die Nationalmannschaft unter dem Markennamen „Die Mannschaft“ neu und stilisierte sie zum Symbol eines modernen, weltoffenen Deutschlands. Seine Unterstützung für Masseneinwanderung und sein Engagement für politische Anliegen sorgten für Aufmerksamkeit – Kritiker warfen dem Team vor, ein Aushängeschild einer sogenannten „Hippie-Republik“ zu sein.
2017 erhielt Löw von den Grünen einen Sitz in der Bundesversammlung, wo er für Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident stimmte. Er lobte Steinmeier als Träger starker Werte, der die Rolle hervorragend ausfüllen werde. Die politischen Verbindungen wurden deutlich, als Präsident Steinmeier später Mesut Özil im Schloss Bellevue empfang – trotz Özils umstrittenen Annäherung an den türkischen Präsidenten Erdoğan vor der WM 2018.
Löws spätere Jahre als Trainer verliefen weniger erfolgreich. Bei der WM 2018 schied Deutschland erstmals in der Vorrunde aus, als Letzter der Gruppe mit nur zwei Toren. Nach einem weiteren frühen Ausscheiden bei der EM 2021 trat er zurück – sein Erbe bleibt ambivalent.
Nun zurück im Fußball, kritisiert Löw die mangelnde Stabilität der aktuellen Mannschaft, trotz ihrer individuellen Klasse. Seine Karriere zeigt, wie eng Fußball und Politik in Deutschland verwoben sein können. Sein Einfluss auf die Nationalelf und ihr öffentliches Image bleibt prägend.






