HSU Hamburg schließt Forscher aus Russland, China und Iran von sensiblen Projekten aus

Admin User
2 Min.
Eine Klasse mit auf Bänken sitzenden Schülern im Vordergrund, ein strahlender Militärmann dahinter und eine braune Wand mit Glasfenster im Hintergrund.

Universität der Bundeswehr schließt Forscher aus Risikoländern aus - HSU Hamburg schließt Forscher aus Russland, China und Iran von sensiblen Projekten aus

Die Helmut-Schmidt-Universität (HSU) in Hamburg hat strenge Sicherheitsvorkehrungen für ihre Forschungsprogramme eingeführt. Die Hochschule schließt Forscher aus Ländern, die als Hochrisikostaaten eingestuft werden – darunter Russland, China und der Iran –, von ihrer Arbeit aus. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Initiative zum Schutz sensibler Projekte an der mit dem Militär verbundenen Universität.

Die HSU kann solche Sicherheitsprotokolle durchsetzen, weil sie als militärnahe Einrichtung eine Sonderstellung einnimmt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Universitäten unterliegt sie strengeren Kontrollen und speziellen Verfahren. Dieser Ansatz steht im Einklang mit ihrer Beteiligung am dreijährigen Forschungsprogramm der Bundesregierung, das im Januar 2024 gestartet wurde.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) finanzierte Programm verfügt über ein Budget von mindestens 420 Millionen Euro. Die HSU spielt dabei eine zentrale Rolle, da es sich auf sicherheitsrelevante Forschung konzentriert. Universitätspräsident Prof. Klaus Beckmann bestätigte, dass Wissenschaftler aus den bezeichneten Hochrisikoländern nicht an sensiblen Vorhaben mitwirken werden.

Die Fähigkeit der HSU, solche Projekte zu steuern, wird durch außergewöhnliche Ressourcen gestützt. Mit 135 Professuren und 1.300 Mitarbeitern für nur 2.500 Studierende verfügt die Universität über ein besonders günstiges Betreuungsverhältnis. Diese Struktur ermöglicht anspruchsvolle, beschleunigte Masterstudiengänge und spezialisierte Forschung. Zusätzliche Mittel fließen aus dem dtec.bw-Programm der Bundeswehr, das zwischen 2020 und 2026 insgesamt 700 Millionen Euro für die Standorte Hamburg und München bereitstellt.

Obwohl die HSU die akademische Landschaft Hamburgs bereichert, belastet sie dabei nicht die städtischen Finanzen. Ihr Modell steht im Kontrast zum Erfolg Bayerns bei der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, wo solche Partnerschaften bereits weiter fortgeschritten sind. Hamburg holt zwar auf, liegt in diesem Bereich aber noch hinterher.

Die sicherheitsorientierte Ausrichtung der HSU spiegelt ihre militärischen Verbindungen und die beträchtliche Förderung wider. Der Ausschluss von Forschern aus bestimmten Ländern soll sicherstellen, dass sensible Projekte geschützt bleiben. Dank laufender Investitionen und eines hervorragenden Personalschlüssels ist die Universität bestens gerüstet, um Spitzenforschung zu betreiben – ohne die kommunalen Haushalte zu belasten.

Neueste Nachrichten
Eine Klasse mit mehreren Mädchen in weißen T-Shirts, die Bücher in den Händen halten, ein Mann und eine Frau im Vordergrund, die diskutieren, und eine gelbe Wand mit einem Glasfenster im Hintergrund.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Gericht lehnt Homeschooling aus religiösen Gründen strikt ab

Religiöse Überzeugungen rechtfertigen kein Homeschooling – das Urteil des Verwaltungsgerichts Münster setzt klare Grenzen. Was bedeutet das für andere **Familien**?

Ein Buch mit einer Abbildung von Menschen und Text auf dem Cover.
Unterhaltung 2 Min.

Vom Morgenland nach Köln: Wie die Heiligen Drei Könige den Dom prägten

Ihr goldener Schrein ist ein Juwel der Stadt Köln. Doch wer waren die Heiligen Drei Könige wirklich – und warum faszinieren sie bis heute Millionen? Ein Blick auf Mythos und Realität.

Eine Zeitschrift mit Text auf Spanisch.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

DJV prangert Medienunterdrückung in Venezuela nach Festnahme von 14 Journalist:innen an

14 festgenommene Journalist:innen, geschlossene Grenzen, staatliche Zensur: Warum Venezuela immer mehr zur No-Go-Zone für freie Medien wird. Der DJV schlägt Alarm.

Ein Schiffbauunternehmen mit Metallstrukturen, Laternen, Containern und Schiffen.
Wirtschaft 2 Min.

Hamburg und MSC drängen Minderheitsaktionäre der HHLA aus dem Hafen

Ein historischer Machtwechsel im Hamburger Hafen: Die Stadt und MSC ziehen die Zügel an – doch was bedeutet das für die letzten Aktionäre? Die **Prozentrechnung** entscheidet über Millionen.

Ein Schwarz-Weiß-Bild von protestierenden Menschen mit Plakaten und einem Einkaufszentrum im Hintergrund.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Jüdischer Student verklagt FU Berlin wegen mangelnden Schutzes vor Antisemitismus

Nach einem brutalen Übergriff klagt Lahav Shapira gegen seine Uni. Das Urteil könnte **Berlin**s Hochschulen verändern – doch die FU wehrt sich. Was sagt das Gericht?

Ein Spieler steht auf dem Boden und hält einen Ball in der Hand, im Hintergrund eine große Fahne mit Text und Bildern.
Fußball Global 2 Min.

Juri Knorr: Deutschlands Geheimwaffe für die Handball-EM 2025

Vom dänischen Spitzenclub zurück auf die große Bühne: Juri Knorr hat sich zum unersetzlichen Leader der deutschen Handballer gemausert. Doch kann er das Team durch die härteste EM aller Zeiten tragen?

Ein Teller mit Tomaten, Chilischoten und Hähnchenstücken.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

EU lockert Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel – Kritik aus Niedersachsen

Was bedeutet die Lockerung der Gentechnik-Kennzeichnung für uns alle? Eine Ministerin schlägt Alarm – während die EU auf Innovation setzt. Die Debatte spaltet Europa.

Eine Gruppe von Menschen steht in der Nähe eines Podiums mit Mikrofonen, Schildern auf Ständern, Flaggen und Schildern an der Wand, alles unter hellen Scheinwerfern.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

CSU-Klausur in Seeon: Steuerreformen und harte Linie bei Jugendkriminalität

Drei Tage, die Bayerns Politik prägen könnten: Die CSU diskutiert radikale Steuerpläne – und eine umstrittene Wende im Umgang mit jungen Straftätern. Warum Merz‘ Besuch am **Donnerstag** alles verändern könnte.