HSU Hamburg schließt Forscher aus Russland, China und Iran von sensiblen Projekten aus

Universität der Bundeswehr schließt Forscher aus Risikoländern aus - HSU Hamburg schließt Forscher aus Russland, China und Iran von sensiblen Projekten aus
Die Helmut-Schmidt-Universität (HSU) in Hamburg hat strenge Sicherheitsvorkehrungen für ihre Forschungsprogramme eingeführt. Die Hochschule schließt Forscher aus Ländern, die als Hochrisikostaaten eingestuft werden – darunter Russland, China und der Iran –, von ihrer Arbeit aus. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Initiative zum Schutz sensibler Projekte an der mit dem Militär verbundenen Universität.
Die HSU kann solche Sicherheitsprotokolle durchsetzen, weil sie als militärnahe Einrichtung eine Sonderstellung einnimmt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Universitäten unterliegt sie strengeren Kontrollen und speziellen Verfahren. Dieser Ansatz steht im Einklang mit ihrer Beteiligung am dreijährigen Forschungsprogramm der Bundesregierung, das im Januar 2024 gestartet wurde.
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) finanzierte Programm verfügt über ein Budget von mindestens 420 Millionen Euro. Die HSU spielt dabei eine zentrale Rolle, da es sich auf sicherheitsrelevante Forschung konzentriert. Universitätspräsident Prof. Klaus Beckmann bestätigte, dass Wissenschaftler aus den bezeichneten Hochrisikoländern nicht an sensiblen Vorhaben mitwirken werden.
Die Fähigkeit der HSU, solche Projekte zu steuern, wird durch außergewöhnliche Ressourcen gestützt. Mit 135 Professuren und 1.300 Mitarbeitern für nur 2.500 Studierende verfügt die Universität über ein besonders günstiges Betreuungsverhältnis. Diese Struktur ermöglicht anspruchsvolle, beschleunigte Masterstudiengänge und spezialisierte Forschung. Zusätzliche Mittel fließen aus dem dtec.bw-Programm der Bundeswehr, das zwischen 2020 und 2026 insgesamt 700 Millionen Euro für die Standorte Hamburg und München bereitstellt.
Obwohl die HSU die akademische Landschaft Hamburgs bereichert, belastet sie dabei nicht die städtischen Finanzen. Ihr Modell steht im Kontrast zum Erfolg Bayerns bei der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, wo solche Partnerschaften bereits weiter fortgeschritten sind. Hamburg holt zwar auf, liegt in diesem Bereich aber noch hinterher.
Die sicherheitsorientierte Ausrichtung der HSU spiegelt ihre militärischen Verbindungen und die beträchtliche Förderung wider. Der Ausschluss von Forschern aus bestimmten Ländern soll sicherstellen, dass sensible Projekte geschützt bleiben. Dank laufender Investitionen und eines hervorragenden Personalschlüssels ist die Universität bestens gerüstet, um Spitzenforschung zu betreiben – ohne die kommunalen Haushalte zu belasten.

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