17 June 2026, 16:38

Historisches Urteil: Google haftet für KI-generierte Falschaussagen

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Historisches Urteil: Google haftet für KI-generierte Falschaussagen

Ein Münchner Zivilgericht hat Google wegen übler Nachrede durch sein KI-Sprachmodell verurteilt. Das Urteil besagt, dass das Unternehmen für die von seiner KI generierten Texte haftbar ist – selbst wenn das Modell fehlerhaft arbeitet. Diese Entscheidung könnte einen bedeutenden Präzedenzfall für die Verantwortung von KI-Systemen in Deutschland schaffen.

Zwei in München ansässige Unternehmen hatten Google verklagt, nachdem dessen KI in Suchergebnissen falsche und schädigende Zusammenfassungen erstellt hatte. Die Richter wiesen Googles Argument zurück, wonach das Unternehmen nicht für die Inhalte verantwortlich gemacht werden dürfe. Sie begründeten dies damit, dass Google die Ausgaben des Systems generiere und daher die Haftung tragen müsse.

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Das Gericht stellte zudem klar, dass etwaige Unzulänglichkeiten des Modells Googles Verantwortung nicht mindern. Zwar ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, doch kann der Konzern Berufung einlegen. Sollte die Entscheidung Bestand haben, könnte der Tech-Riese die Bereitstellung von KI-generierten Zusammenfassungen für Suchanfragen aus Deutschland einstellen.

Der Fall unterstreicht die rechtlichen Risiken, die mit KI-erzeugten Inhalten für große Technologieunternehmen verbunden sind. Deutsche Betreiber eigener KI-Agenten werden den Berufungsprozess mit großer Aufmerksamkeit verfolgen. Das Ergebnis könnte maßgeblich beeinflussen, wie KI-Zusammenfassungen in Deutschland künftig reguliert werden.

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