Deutschland diskutiert Fracking-Comeback für mehr heimisches Erdgas
Deutschland erwägt, Fracking zur Steigerung der heimischen Erdgasförderung einzusetzen. Das Land verfügt über beträchtliche Schiefergasvorkommen, doch deren Erschließung würde Jahre in Anspruch nehmen und hohe Investitionen erfordern. Aktuell ist die Technologie jedoch per Gesetz vollständig verboten.
Der Aufbau einer Fracking-Industrie in Deutschland würde mehrere Jahre dauern. Hunderte Bohrungen wären nötig, um an die Reserven zu gelangen. Ein erster Schritt wäre die Aufhebung des bestehenden Verbots, um Probebohrungen zu ermöglichen.
Bis 2025 könnte die jährliche Gasförderung durch Fracking auf 5 bis 10 Milliarden Kubikmeter steigen. Dies würde die langfristige Gasversorgungssicherheit Deutschlands verbessern. Dennoch bliebe die zusätzliche Förderung im globalen Vergleich bescheiden.
Mit strengen Auflagen ließen sich Umweltrisiken begrenzen. Ohne staatliche Unterstützung wäre das Verfahren jedoch kaum wirtschaftlich rentabel. Derzeit deckt heimisches Gas nur 4,2 Prozent des nationalen Bedarfs. Fracking könnte weder kurzfristige Engpässe beheben noch die Preise spürbar senken.
Eine Fracking-Branche in Deutschland hinge von politischen Weichenstellungen und massiven Investitionen ab. Sie könnte die Energieunabhängigkeit stärken, hätte aber nur begrenzte unmittelbare Auswirkungen. Die wirtschaftlichen und regulatorischen Hürden bleiben beträchtlich.






