17 June 2026, 17:33

Deutsche E-Auto-Prämie befeuert vor allem chinesische Hersteller – Kritik an Fördermodell wächst

Handelsbetriebe: E-Auto-Subvention mainly goes to China

Deutsche E-Auto-Prämie befeuert vor allem chinesische Hersteller – Kritik an Fördermodell wächst

Die deutsche staatliche Kaufprämie für Elektroautos sorgt für Diskussionen über ihre Auswirkungen. Das seit Januar 2026 aktive Förderprogramm in Höhe von 3,5 Milliarden Euro gewährt Käufern bis zu 6.000 Euro pro Fahrzeug – doch vor allem ausländische Hersteller profitieren davon. Autohäuser verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Verkäufe günstiger chinesischer E-Autos im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro.

Allein bei der Weller Group haben sich die Absatzzahlen chinesischer Elektrofahrzeuge im Mai mehr als verdoppelt. Diese Modelle dominieren die Preisklasse von 20.000 bis 30.000 Euro – den beliebtesten Förderbereich. Deutsche Hersteller bieten in dieser Kategorie bisher keine Fahrzeuge an.

Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), kritisierte die Lobeshymnen von Umweltminister Carsten Schneider für das Programm. Weller argumentiert, die Prämie habe vor allem bestehende Nachfrage abgeholt, statt neue Käufer für E-Autos zu gewinnen. Er schlägt Reformen vor, darunter Fördergelder für Gebrauchtwagen, einen Ausbau der Ladeinfrastruktur und niedrigere Strompreise.

Um die Ladekosten zu senken, regt Weller ein „Mobilfunk-Roaming-Modell“ für Stromtarife an. Damit könnten Kunden an jeder Ladestation einen einheitlichen Preis zahlen – für mehr Transparenz.

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Bisher treibt die Prämie vor allem die Verkäufe preiswerter chinesischer E-Autos an. Deutsche Hersteller sind im entscheidenden Preissegment nicht vertreten. Die Debatte über die langfristige Wirksamkeit und Gerechtigkeit des Programms hält an.

Quelle