Claudia Gorf wird neue Berliner Generalstaatsanwältin ab Dezember
Claudia Gorf übernimmt am 1. Dezember das Amt der Berliner Generalstaatsanwältin. Sie folgt auf Margarete Koppers, die nach ihrem 65. Geburtstag in den Ruhestand geht. Die Ernennung erfolgte auf Vorschlag von Justizsenator Felor Badenberg und wurde von der Berliner Koalitionsregierung bestätigt.
Margarete Koppers war im März 2018 die erste Frau, die die Leitung der Behörde übernahm. Ihr Ausscheiden entspricht den Regelungen, die ein Ausscheiden mit 65 Jahren vorsehen. Die von ihr geführte Behörde beschäftigt 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 33 Oberstaatsanwältinnen und Oberstaatsanwälte.
Claudia Gorf bringt umfangreiche Erfahrungen in Fällen der nationalen Sicherheit mit. Seit 2021 ist sie als Oberstaatsanwältin am Bundesgerichtshof tätig. Zuvor arbeitete sie bei der Bundesanwaltschaft, wo sie sich auf islamistischen Terrorismus und andere schwere Bedrohungen der inneren Sicherheit Deutschlands spezialisierte. Zudem spielte sie eine zentrale Rolle bei den Ermittlungen zum Anschlag auf den Breitscheidplatz-Weihnachtsmarkt 2016.
In ihrer neuen Position wird Gorf über 1.700 Beschäftigte in den Berliner Bezirks- und Landesstaatsanwaltschaften leiten. Beide Behörden werden derzeit von Frauen geführt. Der Wechsel markiert einen Führungswechsel in der Berliner Staatsanwaltschaft. Gorfs Expertise in hochkarätigen Sicherheitsfällen wird voraussichtlich ihre Amtsführung prägen. Sie tritt ihr Amt als Generalstaatsanwältin am 1. Dezember an.






