Braunschweig reduziert Windkraft-Vorranggebiete – doch das Ziel ist schon erreicht
Emma KrügerBraunschweig reduziert Windkraft-Vorranggebiete – doch das Ziel ist schon erreicht
Der Regionalverband Braunschweig hat seinen Windkraftplan nach öffentlicher Beteiligung überarbeitet. In der aktualisierten Fassung wurden die Vorranggebiete von 88 auf 80 reduziert, wobei weitere Anpassungen noch geprüft werden. Neu aufgenommen wurde ein Gebiet südlich von Kirchberg bei Seesen als Prioritätsfläche.
Niedersachsen verlangt von der Region Braunschweig, bis 2027 2,46 Prozent ihrer Fläche für Windenergie auszuweisen. Die aktuellen Vorranggebiete decken bereits etwa 2,9 Prozent der Region ab und übertreffen damit das Ziel vorzeitig. Die verbindlichen gesetzlichen Vorgaben des Landes für den Ausbau der Onshore-Windkraft bleiben bestehen.
Zu den Änderungen im neuen Entwurf gehört die Streichung eines großen Gebiets zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen. Zudem wurden 56 der ursprünglichen Zonen modifiziert, und acht Standorte verloren ihren Vorrangstatus. Eine kommunale Opt-in-Klausel ermöglicht es den örtlichen Behörden außerdem, zusätzliche Flächen auszuweisen, um das Ziel für 2032 zu unterstützen.
Der zweite Entwurf wird in Kürze zur öffentlichen Konsultation veröffentlicht. Sobald das Verfahren beginnt, können Bürgerinnen und Bürger ihn online oder in gedruckter Form einsehen.
Der Zeitraum für die öffentliche Anhörung zum zweiten Entwurf hat noch nicht begonnen. Sobald er startet, erhalten die Gemeinden die Möglichkeit, den überarbeiteten Plan zu prüfen. Der Verband strebt an, die Gebiete im Einklang mit den regionalen und landesweiten Zielen final festzulegen.






