Brandenburgs drastische Silvester-Warnung auf Instagram löst Streit aus

Admin User
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Gebäude mit Lichtern im Vordergrund, Feuerwerk und Rauch im Hintergrund, unter einem Himmel.

Ministerium warnt mit Todesanzeige gegen Silvester-Feuerwerk - Brandenburgs drastische Silvester-Warnung auf Instagram löst Streit aus

Brandenburgs Innenministerium löst mit provokantem Instagram-Beitrag Debatte aus

Mit einem auffälligen Instagram-Beitrag, der vor illegalem Feuerwerk warnt, hat das Innenministerium Brandenburg für Diskussionen gesorgt. Die Botschaft war als fiktive Todesanzeige für einen erfundenen Mann gestaltet, der an Silvester ums Leben kommen soll. Die Behörden hofften, mit diesem drastischen Ansatz Aufmerksamkeit zu erregen und riskantes Verhalten zu verhindern.

Der Post erschien nur wenige Tage vor Beginn der Feierlichkeiten und rief dazu auf, auf selbstgebasteltes oder verbotenes Feuerwerk zu verzichten. Dabei wurde auf einen realen tödlichen Unfall in Kremmen im vergangenen Jahr verwiesen, um die Gefahren zu unterstreichen.

Am 28. Dezember teilte das Ministerium über seinen Instagram-Account ein Bild im Stil einer Traueranzeige. Darin wurde der Tod von "Marc Brandenburch" an Silvester bekanntgegeben – mit schwarzem Rand und einem Kreuz. In der Bildunterschrift hieß es, illegales Feuerwerk könne aus Feiern eine Tragödie machen.

Innenminister René Wilke zeigte sich mit einem Like interaktiv, während die Gewerkschaft der Brandenburgischen Polizei den Beitrag an ihre eigenen Follower weiterleitete. Das Ministerium erklärte später, der emotionale Ton sei bewusst gewählt worden. Man habe starke Reaktionen auslösen und die Risiken greifbarer machen wollen.

Die Resonanz im Netz fiel gemischt aus. Einige Nutzer kritisierten den Post als geschmacklos oder übertrieben dramatisch, andere verteidigten ihn als notwendigen Weckruf. Das Ministerium blieb bei seiner Entscheidung und verwies auf den tödlichen Unfall in Kremmen im Vorjahr als Beleg für die reale Gefahr.

Die Kampagne steht im Kontext der Bemühungen der Behörden, sicherere Silvesterbräuche zu fördern. Illegales Feuerwerk bleibt ein hartnäckiges Problem, mit Verletzungen und Bränden, die Jahr für Jahr gemeldet werden. Mit der ungewöhnlichen Taktik will das Ministerium durch den medialen Lärm dringen und Menschenleben retten. Ob der Beitrag Wirkung zeigt, wird sich daran messen, ob in dieser Feiertagssaison weniger Menschen leichtsinnige Risiken eingehen.

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