04 March 2026, 12:22

Wie Jugendliche über Instagram und TikTok an Drogen kommen – ZDF-Doku enthüllt erschreckende Fakten

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der landesweit drogenbedingten Überdosis-Todesfälle bei allen Altersgruppen nach Geschlecht von 1999 bis 2020 zeigt, mit begleitendem Text, der weitere Informationen bereitstellt.

Wenn Drogenkonsum verherrlicht wird - Die dunkle Seite der sozialen Medien - Wie Jugendliche über Instagram und TikTok an Drogen kommen – ZDF-Doku enthüllt erschreckende Fakten

Ein neuer ZDF-Dokumentarfilm deckt auf, wie erschreckend einfach Jugendliche über soziale Medien an gefährliche Drogen gelangen. Unter dem Titel "Benzos, Tilidin, Oxys – Jugend im Rausch" zeigt der Film, wie Plattformen wie Instagram und TikTok zu zentralen Kanälen für die Bewerbung von Drogen geworden sind. Die Regie führten Sanja Hardinghaus und Susanne Amann; der Film kommt zu dem Schluss, dass die bisherigen Maßnahmen versagen, wenn es darum geht, gefährdete Nutzer vor Suchtgefahren zu schützen.

Die Dokumentation, Teil der ZDF-Reihe "Die Spur", untersucht die rasante Verbreitung von Schmerzmitteln und Beruhigungsmitteln unter Jugendlichen. Der Arzt Rainer Thomasius warnt, dass eine Abhängigkeit von Substanzen wie Oxycodon oder Benzodiazepinen bereits innerhalb weniger Wochen entstehen kann. Schon eine einzige Überdosis kann lebensbedrohliche Folgen haben – von Herzstillstand bis hin zu Atemlähmung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Soziale Medien spielen eine zentrale Rolle bei der Verharmlosung von Drogeneinnahme. Beiträge verherrlichen den Konsum offen, während Dealer Direktnachrichten nutzen, um unentdeckt zu bleiben. Trotz Gegenmaßnahmen der Plattformen gibt der Experte Daniel Brombacher zu, dass die Strafverfolgung das Problem kaum wirksam eindämmen kann.

In den letzten fünf Jahren haben Instagram und TikTok die Kontrollen verschärft. KI-gestützte Tools erkennen und löschen mittlerweile Posts, die Drogen anbieten, und Kooperationen mit Gesundheitsbehörden wie der FDA und der WHO ermöglichen eine schnellere Meldung verdächtiger Inhalte. Verbote für Hashtags wie #oxy oder #benzoszumverkauf, Altersbeschränkungen und geografische Sperren sollen die Verbreitung begrenzen. Kampagnen wie TikToks "#EchtGeredet" (2023) oder Instagrams "SafeRx" (2024) klären zwar auf, doch Kritiker halten diese Schritte für unzureichend.

Die Dokumentation wird am Mittwoch, dem 4. März, um 22:45 Uhr im ZDF ausgestrahlt und ist anschließend in der ZDF-Mediathek abrufbar. Sie unterstreicht den dringenden Bedarf an strengeren Schutzmaßnahmen gegen die Online-Werbung für Drogen. Ohne weitere Maßnahmen, so die Warnung von Experten, bleiben die Risiken für junge Nutzer bestehen.