28 March 2026, 20:02

Warum Wohneigentum in Deutschland für viele unerreichbar wird

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, identifiziert als das erste Haus in Deutschland, begleitet von strukturellen Plänen und Text auf Papier.

Warum Wohneigentum in Deutschland für viele unerreichbar wird

Wohneigentum in Deutschland wird immer teurer – Steuern, Gebühren und Vorschriften machen den Kauf für viele unerreichbar

Der Erwerb von Wohneigentum in Deutschland wird zunehmend zur finanziellen Belastungsprobe. Käufer sehen sich nicht nur mit hohen Kaufpreisen konfrontiert, sondern auch mit steigenden Nebenkosten, die den Traum vom Eigenheim für viele in weite Ferne rücken lassen. Experten warnen nun vor einer weiteren Verschärfung: Geplante Steuererhöhungen auf Immobilien könnten die Situation zusätzlich verschlimmern.

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Schon jetzt schlagen beim Hauskauf erhebliche Zusatzkosten zu Buche. Neben dem Kaufpreis fallen Maklerprovisionen, Notarkosten und die Grunderwerbsteuer an – insgesamt mindestens 10 Prozent Aufschlag. In einigen Bundesländern wurde die Grunderwerbsteuer bereits von 2 auf bis zu 6,5 Prozent angehoben, was die finanzielle Belastung für Käufer weiter erhöht.

Auch die Finanzierung gestaltet sich schwieriger und teurer als in vielen anderen Ländern. Über die gesamte Laufzeit eines Kredits können Hausbesitzer am Ende das Eineinhalbfache des ursprünglichen Kaufpreises gezahlt haben. Strenge Bauvorschriften und verpflichtende, klimabedingte Sanierungsauflagen treiben die Kosten zusätzlich in die Höhe und erschweren den Erwerb von Wohneigentum weiter.

Mieten hingegen bleibt dank staatlicher Subventionen für viele die deutlich günstigere Alternative. Gleichzeitig betrachten Politiker Immobilien zunehmend als wichtige Einnahmequelle – Forderungen nach weiteren Steuererhöhungen werden lauter. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat vorgeschlagen, die Grundsteuer deutlich anzuheben, um die Haushaltslage zu entlasten.

Eine Reform, die 2025 in Kraft tritt, hat bereits zu einem spürbaren Anstieg der Grundsteuerlast geführt. Unklar ist jedoch, wie sich die Änderungen langfristig auf die durchschnittliche Steuerbelastung von Hausbesitzern auswirken werden – belastbare Daten fehlen bisher.

Die Kombination aus steigenden Steuern, strengen Regularien und hohen Nebenkosten macht den Erwerb von Wohneigentum in Deutschland immer schwieriger. Angesichts stark subventionierter Mieten und kaum erschwinglicher Kredite dürfte der Traum vom Eigenheim für viele in weiter Ferne bleiben. Die geplanten Steuererhöhungen könnten den Immobilienkauf für durchschnittliche Haushalte endgültig außer Reichweite bringen.

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