Bundeselternrat fordert Schüler-ID für reibungslose Bildungsübergänge zwischen Bundesländern
Lina FuchsBundeselternrat fordert Schüler-ID für reibungslose Bildungsübergänge zwischen Bundesländern
Bundeselternrat drängt auf bundesweites Schüler-Identifikationssystem zur Vereinfachung von Bildungsdaten
Der Bundeselternrat setzt sich für die Einführung eines bundesweiten Schülerausweissystems ein, um Bildungsdaten effizienter zu verwalten. Derzeit kommt es bei Umzügen von Familien zwischen den Bundesländern immer wieder zu Verzögerungen und verlorenen Förderansprüchen für Kinder. Die geplante einheitliche Identifikationsnummer soll diese Probleme beheben, indem sie einen nahtlosen Datenaustausch zwischen den Ländern ermöglicht.
Der Rat verweist auf anhaltende Schwierigkeiten bei Schulwechseln, wo bürokratische Hürden und uneinheitliche Datenverarbeitung Schülerinnen und Schüler benachteiligen. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern fehlt in Deutschland ein standardisiertes System zur Nachverfolgung schulischer Leistungen bei Umzügen. So regelt etwa Österreichs Bildungsdokumentationsgesetz (BilDokG) seit 2003 die statistische Erfassung von Schülerdaten, während das Zentrale Personenstandsregister (ZPR) seit 2014 persönliche Daten digital verwaltet.
In Deutschland zeigt bereits das System ASV-BW in Baden-Württemberg, wie digitale Verwaltungslösungen funktionieren können. Es ist mit Tools wie Untis für Stundenplanung und winprosa für Kursmanagement verknüpft und entspricht den Datenschutzbestimmungen. Anne-Karin Schaffrath, Vorsitzende des Ausschusses für weiterführende und Mittelschulen im Bundeselternrat, bezeichnet eine bundesweite Schüler-ID als "längst überfällig". Sie verweist auf bestehende Systeme wie die elektronische Patientenakte als Beleg, dass ähnliche Lösungen im Bildungsbereich sowohl machbar als auch notwendig seien.
Der Rat betont, dass ein solches System mit strengen Datenschutzmaßnahmen einhergehen müsse. Die einheitliche Identifikationsnummer würde als Grundlage für die länderübergreifende Dokumentation von Bildungsverläufen dienen. Dadurch hätten Schülerinnen und Schüler durchgehend Zugriff auf ihre Unterlagen, und Lücken in der Förderung bei Schulwechseln ließen sich vermeiden.
Ziel des vorgeschlagenen Systems ist es, Datendefizite und bürokratische Hindernisse für umziehende Familien abzuschaffen. Bei Umsetzung würde Deutschland damit zu anderen europäischen Ländern aufschließen, die bereits zentrale digitale Bildungsregister nutzen. Als nächste Schritte will der Bundeselternrat sich auf robuste Datenschutzgarantien konzentrieren und gleichzeitig die länderübergreifende Zusammenarbeit verbessern.






