20 February 2026, 18:04

Wandsbeks neues Herzstück: Wie aus dem alten Karstadt ein lebendiges Viertel entsteht

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Hamburg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, begleitet von Text, der Informationen über die Stadt liefert.

Wandsbeks neues Herzstück: Wie aus dem alten Karstadt ein lebendiges Viertel entsteht

Ein großes Sanierungsprojekt verwandelt das ehemalige Galeria-Karstadt-Gelände im Hamburger Stadtteil Wandsbek. Die Union Investment Real Estate übernahm das Areal 2014 und begann im Juni 2024 mit den Bauarbeiten – ein Jahr, nachdem das Kaufhaus seine Türen geschlossen hatte. Das Vorhaben zählt zu den größten privat finanzierten Stadterneuerungsprojekten der Stadt und schafft ein gemischt genutztes Viertel mit fast 48.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche.

Im Mittelpunkt steht das denkmalgeschützte Karstadt-Gebäude aus dem Jahr 1922. Seine historische Tuffsteinfassade wird sorgfältig erhalten, während Teile der ursprünglichen Bausubstanz bewahrt bleiben, um den Charakter des Ortes zu bewahren. Der Anbau aus den 1960er-Jahren hingegen erfährt tiefgreifende Veränderungen: Sein Stahlbetonskelett bleibt bestehen, doch die Obergeschosse werden in Holzbauweise erweitert.

Im Inneren entstehen in den unteren Ebenen eine Gastronomie- und Veranstaltungsfläche sowie Büros, kommunale Dienstleistungen und Arztpraxen. Darüber hinaus werden rund 125 Mietwohnungen gebaut, darunter 83 frei finanzierte und 42 geförderte Wohneinheiten. Die Wohnungen reichen von Ein- bis Fünf-Zimmer-Layouts mit Größen zwischen 40 und 135 Quadratmetern und verfügen über Balkone, Loggien oder Dachterrassen.

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Das Design legt besonderen Wert auf öffentliche Räume und Vernetzung. Arkadengänge entlang der Wandsbeker Königstraße schaffen überdachte Fußgängerwege, während eine große Freitreppe und ein Oberlicht das Innere öffnen und einen neuen Innenhof mit Licht fluten. Zwei begrünte Innenhöfe und Dachgärten verbessern das Umfeld zusätzlich – begünstigt durch die Nähe zu einem wichtigen HVV-Verkehrsknotenpunkt.

Die Planung liegt in den Händen von ppp architekten + stadtplaner in enger Abstimmung mit dem Bezirk Wandsbek. Die Baukosten werden auf 113,2 Millionen Euro geschätzt, als Teil einer Gesamtinvestition im dreistelligen Millionenbereich. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen, wobei sich einzelne Bauabschnitte bis 2029 erstrecken könnten.

Die Neugestaltung des Wandsbek Markt schafft bis Ende 2028 Wohnraum, Gewerbeflächen und aufgewertete öffentliche Bereiche. Mit der Kombination aus Denkmalschutz, modernem Design und nachhaltigen Elementen soll das Projekt einen prägenden Teil des Hamburger Stadtbilds neu definieren. Die guten Verkehrsanbindungen und Grünflächen des Viertels werden langfristig die Erreichbarkeit und Lebensqualität sichern.