29 March 2026, 02:02

Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Stahlkrise belasten den Konzern

Eine Liniengrafik, die Trends bei der US-Öl/Petroleum-Produktion, -Importen und -Exporten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Stahlkrise belasten den Konzern

Aktie von Thyssenkrupp erreicht neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro

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Der Kurs der Thyssenkrupp-Aktie ist auf ein neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro gefallen und verzeichnet damit einen deutlichen Rückgang seit Oktober 2025. Der deutsche Industriekonzern hat bis zu 44 Prozent seines Wertes verloren – bedingt durch steigende Ölpreise, Überkapazitäten im Stahlsektor und die Herausforderungen der Umstrukturierung. Zudem belasten branchenspezifische Probleme in der europäischen Stahlindustrie die Performance des Unternehmens.

Noch im Oktober 2025 hatte die Aktie mit 13,24 Euro ihren Höchststand erreicht, seither ist sie stark eingebrochen. Allein in den letzten 30 Tagen verlor sie etwa 31 Prozent, was die Sorgen der Anleger über hohe Produktionskosten und schwache Marktbedingungen widerspiegelt. Als energieintensiver Hersteller leidet Thyssenkrupp besonders unter den explodierenden Ölpreisen: Die Sorte Brent notiert derzeit bei rund 113 US-Dollar pro Barrel, OPEC-Öl sogar bei 143 Dollar.

Die globale Ölknappheit – Schätzungen zufolge fehlen täglich 11 Millionen Barrel – verschärft die Lage zusätzlich. Die französische Sparte des Konzerns drosselt bereits die Produktion, da sie mit günstigen Importen und wachsendem Kostendruck kämpft. Die deutsche Regierung reagiert unterdessen auf die Energiekrise mit Plänen zur Freigabe staatlicher Ölreserven und einem Entlastungspaket für Spritpreise.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat zudem Zweifel am gesetzlich festgelegten Kohleausstieg bis 2038 geäußert und damit mögliche Kurswechsel in der Energiepolitik angedeutet. Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Zukunft von Thyssenkrupp ungewiss, da das Unternehmen mit Umstrukturierungskosten und einem volatilen Markt zu kämpfen hat.

Der Einbruch des Aktienkurses unterstreicht, wie stark Thyssenkrupp unter den hohen Ölpreisen, dem Importwettbewerb und den branchenweiten Problemen leidet. Während die Regierung Schritte unternimmt, um die Energiekrise abzumildern, sind langfristige Lösungen für die Stahlindustrie noch nicht in Sicht. Anleger werden genau beobachten, wie das Unternehmen die anhaltenden finanziellen und betrieblichen Hürden meistert.

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