05 March 2026, 10:03

Stuttgarter Apotheke revolutioniert Rezeptabrechnung mit Scanacs und der AOK Baden-Württemberg

Eine Sammlung alter Visitenkarten mit Texten über Columella edentula, eine Art Medizin, und ein kleines Stück Papier mit einem Barcode.

Stuttgarter Apotheke revolutioniert Rezeptabrechnung mit Scanacs und der AOK Baden-Württemberg

Apotheke in Stuttgart nutzt als Erste Scanacs-Plattform für Abrechnung von Papierrezepten mit der AOK Baden-Württemberg

Eine Apotheke in Stuttgart ist die erste, die Rezeptabrechnungen auf Papierbasis mit der AOK Baden-Württemberg über die Scanacs-Plattform abwickelt. Dies markiert einen Wandel in der Abrechnungspraxis von Apotheken, der auf Änderungen im Arzneimittelversorgungsvertrag (AVV) zurückgeht. Das neue System ermöglicht eine schnellere Bearbeitung und mehr Flexibilität – insbesondere bei hochpreisigen Abrechnungen.

Die Umstellung folgt einer aktualisierten Vorgabe des AVV, wonach Apotheken nun ein einheitliches Abrechnungsverfahren für sowohl Papier- als auch E-Rezepte nutzen müssen. Scanacs hat diese Regelung genutzt und Apotheken in die Lage versetzt, alle Rezepttypen im gleichen monatlichen Abrechnungszyklus einzureichen. Bereits im Januar wickelte eine Stuttgarter Apotheke über die Plattform Rezeptabrechnungen im Wert von mehr als 80.000 Euro ab – darunter eine einzelne Abrechnung von über 40.000 Euro.

Apotheken können nun nach Bedarf abrechnen, wobei die Krankenkassen verpflichtet sind, innerhalb von zehn Tagen zu zahlen. Das System verursacht keinen zusätzlichen Arbeitsaufwand, und viele zeigen besonderes Interesse an unterjähriger Abrechnung für hochpreisige Papierrezepte. Bis Anfang 2026 hatten bereits rund 1.200 Apotheken in Baden-Württemberg die Plattform für die Direktabrechnung mit der AOK Baden-Württemberg eingeführt.

Scanacs steht zudem in Verhandlungen mit der Techniker Krankenkasse (TK) und Barmer, um den Service auf Bayern und Hessen auszuweiten. Geschäftsführer Frank Böhme bezeichnete die Entwicklung als Meilenstein und will den Prozess weiter optimieren, bevor die Übergangsphase endet. Langfristiges Ziel ist es, die Abrechnung zur Routine zu machen und den Bedarf an Scannern in Apotheken überflüssig zu machen.

Nach den neuen Regeln können Apotheken zwischen Eigenabrechnung oder der Nutzung einer Clearingstelle wählen. Entscheiden sie sich für eine Clearingstelle, müssen jedoch sämtliche Abrechnungen des jeweiligen Monats über denselben Anbieter laufen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der aktualisierte AVV und die Scanacs-Plattform vereinfachen die Rezeptabrechnung für Apotheken deutlich. Durch schnellere Zahlungen und geringeren Verwaltungsaufwand steigt die Akzeptanz. Sobald die Übergangsphase abgeschlossen ist, soll das System zum Standard werden.