Strom wird günstiger – doch Gaspreise drohen für Haushalte zu steigen
Strompreise in Deutschland sinken – doch Gas könnte für Haushalte teurer werden
Die Strompreise in Deutschland beginnen zu fallen, nicht zuletzt dank günstigerer erneuerbarer Energien. Doch die Gaspreise könnten für Haushalte weiterhin steigen, warnt die Bundesnetzagentur. deren Präsident Klaus Müller äußerte zudem Bedenken hinsichtlich negativer Strompreise und künftiger Gasverträge.
Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, betonte, dass Gas nach wie vor ein wertvoller Rohstoff sei. Gleichzeitig rief er die Verbraucher dazu auf, sparsam damit umzugehen. Zwar profitieren viele Haushalte derzeit noch von Pregarantien, die zwölf Monate oder länger gelten – doch Nachfolgeverträge für Gas könnten deutlich teurer ausfallen.
Der Rückgang der Strompreise hängt mit dem wachsenden Anteil kostengünstiger erneuerbarer Energien im Strommix zusammen. Müller wies jedoch darauf hin, dass negative Strompreise – bei denen Erzeuger Verbraucher dafür bezahlen, Strom abunehmen – zu einem dauerhaften Problem werden könnten. Als Lösungsansätze schlug er den Ausbau von Speicherkapazitäten oder den Wechsel von festen Einspeisevergütungen hin zu einer direkten Vermarktung von Ökostrom vor.
Sollten die negativen Preise anhalten, könnten regulatorische Maßnahmen erforderlich werden. Müller schloss weitere Eingriffe zur Stabilisierung des Marktes nicht aus.
Aktuell sind die meisten deutschen Haushalte durch bestehende Verträge noch vor sofortigen Gaspreiserhöhungen geschützt. Doch künftige Verträge könnten höhere Kosten mit sich bringen. Gleichzeitig zeigt der Rückgang der Strompreise die Wirkung der erneuerbaren Energien – auch wenn Herausforderungen wie negative Preise weiterhin einer Lösung bedürfen.







