Streit um U7-Verlängerung in Spandau: Politik uneinig über Milliardenprojekt
Moritz HartmannStreit um U7-Verlängerung in Spandau: Politik uneinig über Milliardenprojekt
Pläne zur Verlängerung der Berliner U7 in Spandau sorgen für Streit unter Stadtpolitikern
Während Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) dem Projekt weiterhin offen gegenübersteht, rät eine aktuelle Kosten-Nutzen-Analyse von der Verlängerung ab. Derweil lehnt SPD-Fraktionschef Raed Saleh den aktuellen Verkehrsplan kategorisch ab.
Die Verkehrssenatorin Ute Bonde (Grüne) betonte, dass noch keine Entscheidung über die U7-Verlängerung gefallen sei. Sie forderte weitere Untersuchungen zur Wahl des Transportsystems und zur Streckenführung. Gleichzeitig wies Bonde auf die erheblichen finanziellen Herausforderungen hin, die mit dem U-Bahn-Bau verbunden seien – insbesondere die hohen Kosten.
Raed Saleh, Vorsitzender der SPD-Fraktion, positioniert sich klar gegen Bondes Verkehrsplan. Er wirft dem Vorhaben vor, benachteiligte Bewohner Spandaus ungleich zu belasten. Als zentralen Grund für seine Ablehnung nannte Saleh die geplante Absage an die U7-Verlängerung. Seine Haltung habe er Bürgermeister Wegner bereits mitgeteilt.
Trotz der Kritik schließt Wegner eine Verlängerung der Linie nicht aus. Doch die eigene Analyse der Verkehrsverwaltung kommt zu dem Schluss, dass eine Verlängerung der U7 über den Bahnhof Spandau Rathaus hinaus wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen sei.
Die Debatte um die U7-Verlängerung lässt das Projekt vorerst in der Schwebe. Ohne die Unterstützung der SPD steht der aktuelle Verkehrsplan vor erheblichen Hindernissen. Weitere Studien und Finanzprüfungen werden zeigen, ob das Vorhaben vorankommt – oder endgültig ad acta gelegt wird.






