SPD und Union suchen Lösungen gegen explodierende Lebensmittelpreise und Inflation
Moritz HartmannSPD und Union suchen Lösungen gegen explodierende Lebensmittelpreise und Inflation
Die SPD drängt auf rasche Maßnahmen gegen die stark steigenden Lebensmittelpreise. Die Preisspirale hat sich durch die eskalierende Krise im Iran weiter verschärft – eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Eine Koalitions-Arbeitsgruppe weitet nun ihren Fokus aus, um die Auswirkungen auf Supermärkte und die Landwirtschaft zu bewältigen.
Erst kürzlich hatte der Bundestag ein Gesetz zur Stabilisierung der Spritpreise verabschiedet, das Tankstellen auf eine tägliche Preisanpassung um 12 Uhr mittags beschränkt. Nun rückt die Lebensmittelteuerung in den Mittelpunkt, während die Inflation weiter zunimmt.
Die Arbeitsgruppe aus SPD und CDU/CSU trifft sich am Freitag bereits zum dritten Mal. Diesmal stehen Lieferketten, Preisentwicklungen und die Belastung der Verbraucher auf der Agenda. Esra Limbacher, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, betonte, dass Grundnahrungsmittel für Haushalte bezahlbar bleiben müssten.
An den Gesprächen beteiligen sich Vertreter zentraler Branchen, darunter der Deutsche Bauernverband, der Deutsche Raiffeisenverband, der Lebensmitteleinzelhandel und die Verbraucherzentrale Bundesverband. Limbacher warnte, dass eine baldige Beilegung des Iran-Konflikts – einer der Haupttreiber der Preisanstiege – unwahrscheinlich sei.
Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Entlastungen für Verbraucher und Landwirte zu finden. Angesichts weiter steigender Lebensmittelpreise und anhaltender globaler Spannungen werden die Beratungen über mögliche Hilfsmaßnahmen entscheiden. Konkrete Beschlüsse werden nach dem Freitagstermin erwartet.






