Ruhpolding wird erneut Biathlon-Weltmeisterschaften ausrichten - Ruhpolding strebt nach sechster Biathlon-Weltmeisterschaft bis 2033
Ruhpolding plant eine Bewerbung um die Biathlon-Weltmeisterschaften für 2032 oder 2033. Der Deutsche Skiverband (DSV) wird die Kandidatur der Gemeinde offiziell einreichen, nachdem der Gemeinderat mit großer Mehrheit für den Antrag gestimmt hat. Damit würde Ruhpolding zum sechsten Mal Gastgeber der Weltmeisterschaft sein und seine lange Tradition im Biathlonsport weiter ausbauen.
Die Entscheidung folgt auf die aktuellen Bemühungen des DSV, die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2031 für Oberstdorf zu sichern. Erst nach dem Ausgang dieser Bewerbung wird der genaue Zeitplan für Ruhpolding – ob 2032, 2033 oder möglicherweise beide Termine – endgültig feststehen.
Mit der Bewerbung will Ruhpolding die Biathlon-Weltmeisterschaft 14 Jahre nach den gefeierten Siegen von Magdalena Neuner 2012 zurück nach Deutschland holen. Die Gemeinde war bereits fünfmal Austragungsort – in den Jahren 1979, 1981, 1996, 2007 und 2025 – und hat sich als eine der wichtigsten Adressen im Biathlonsport etabliert. Auch andere deutsche Standorte wie Oberhof und Oberstdorf veranstalten regelmäßig große Winterwettbewerbe.
DSV-Präsident Jörg Flechtner betonte die Stärken Ruhpoldings und bezeichnete den Ort als eine Gemeinde mit "Qualität, Erfahrung und Leidenschaft" für den Biathlon. In den kommenden zwei Jahren sollen die Verantwortlichen ein nachhaltiges und finanziell tragfähiges Konzept für die Bewerbung erarbeiten. Die erforderlichen Unterlagen müssen bis Mai 2028 bei der Internationalen Biathlon-Union (IBU) eingereicht werden. Die endgültige Vergabe der Weltmeisterschaft für 2032 und 2033 erfolgt dann beim IBU-Kongress im Herbst 2028.
Der Zeitplan für Ruhpoldings Bewerbung hängt vom Erfolg Oberstdorfs bei der Vergabe der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2031 ab. Sollte dieser Antrag positiv beschieden werden, wird anschließend entschieden, ob Ruhpolding eine oder beide Biathlon-Weltmeisterschaften anstrebt.
Das Bewerbungsverfahren erstreckt sich über mehrere Jahre, eine finale Entscheidung wird für Ende 2028 erwartet. Ruhpoldings Erfahrung und Infrastruktur machen die Gemeinde zu einem starken Kandidaten für die Ausrichtung der Titelkämpfe. Bei einem Erfolg würde die Veranstaltung Deutschlands Position als führender Gastgeber für Winterwettbewerbe weiter festigen.
