Rhein-Vertiefung bei Rheinfelden: Stromgewinn oder Öko-Risiko?
Öffentliche Anhörungen zur Initiative „Rheinfelden 20plus“ finden am 1. und 2. Juli 2026 statt. Die Veranstaltungen im „Haus der Begegnung“ in Grenzach-Wyhlen befassen sich mit Plänen zur Vertiefung des Rheins, um die Stromerzeugung aus Wasserkraft zu steigern. Das Vorhaben sorgt aufgrund seines Umfangs und möglicher ökologischer Folgen für Aufmerksamkeit.
Die naturenergie hochrhein AG hat einen Antrag auf Vertiefung des Flussbetts in der Nähe des Rheinfelder Wasserkraftwerks eingereicht. Dabei sollen an zwei Abgrabungsstellen etwa 35.000 Kubikmeter Gestein entfernt werden. Zwei temporäre Anlegestellen am deutschen Ufer ermöglichen den Abtransport des Aushubmaterials mit Lkw.
Im Rahmen der Anhörungen werden Umweltbedenken, insbesondere die Auswirkungen auf den Oberrhein, thematisiert. Zudem gehen die Verantwortlichen auf Ausgleichsmaßnahmen sowie Einwände von Kommunalvertretungen, Unternehmen und Anwohnern ein. Ob die Öffentlichkeit teilnehmen darf, hängt jedoch von der Zustimmung der am Verfahren beteiligten Parteien ab.
Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich etwa zweieinhalb Jahre dauern. Ziel des Projekts ist es, durch die Anpassung der Fließtiefe ober- und unterhalb des Kraftwerks die Stromerzeugung aus Wasserkraft zu erhöhen. Die Anhörungen bieten eine Plattform, um technische und ökologische Aspekte des Vorhabens zu diskutieren. Die dort getroffenen Entscheidungen werden die Zukunft der Rheinkraftwerke prägen – und damit auch, wie lokale Belange und Umweltschutzauflagen berücksichtigt werden.







