26 March 2026, 18:01

Rettungseinsatz für gestrandeten Buckelwal in der Lübecker Bucht läuft auf Hochtouren

Offenes Buchillustration mit verschiedenen Meeressäugetieren wie Walen, Delfinen und anderen aquatic animals.

Rettungseinsatz für gestrandeten Buckelwal in der Lübecker Bucht läuft auf Hochtouren

Buckelwal seit Ende März in der Lübecker Bucht gefangen

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Seit Ende März sitzt ein Buckelwal in der Lübecker Bucht an der deutschen Ostseeküste fest. Das Tier war auf eine Sandbank bei Niendorf und Timmendorfer Strand aufgelaufen und hatte damit hektische Rettungsversuche ausgelöst. Solche Strandungen sind selten – in den vergangenen fünf Jahren gab es an dieser Küste keinen vergleichbaren Fall eines gestrandeten Buckelwals.

Erstmals gesichtet wurde der Wal in der Nacht vom 22. auf den 23. März 2026. Seither arbeiten Einsatzkräfte daran, ihn zu befreien, indem sie mit Baggern einen 50 Meter langen Kanal graben. Ziel der Aktion ist es, dem Tier einen Weg zurück in tieferes Wasser zu bahnen.

Die Retter kämpfen gegen die Zeit, denn ein längerer Aufenthalt auf der Sandbank könnte das Tier schwächen. Die Behörden bestätigten, dass es sich um den einzigen gestrandeten Buckelwal in der Region in den letzten Jahren handelt.

Fälle, in denen Tiere Menschen helfen – oder umgekehrt – haben in der Vergangenheit bereits Schlagzeilen gemacht. 1996 beschützte etwa die Gorilladame Binti Jua im Brookfield Zoo von Chicago einen dreijährigen Jungen, der in ihr Gehege gefallen war. Beim Tsunami in Südasien 2004 trug der Elefant Ning Nong in Thailand ein achtjähriges Mädchen in Sicherheit. Im selben Jahr bildeten Delfine in Neuseeland eine schützende Barriere um Schwimmer, um sie vor einem Weißen Hai zu bewahren.

Die Rettungsaktion in der Lübecker Bucht geht unterdessen weiter. Die Teams konzentrieren sich darauf, den Wal zurück ins offene Meer zu leiten. Sollte der Einsatz gelingen, wäre dies eine seltene und sorgfältig koordinierte Rettung eines gestrandeten Buckelwals in diesem Teil der Ostsee. Der Erfolg hängt vom Zustand des Tieres und von der Wirksamkeit des gegrabenen Kanals ab.

Quelle