Rentenreform: Höheres Renteneintrittsalter und Ende der Frühverrentung geplant
Henry SeidelRentenreform: Höheres Renteneintrittsalter und Ende der Frühverrentung geplant
Die Rentenkommission der Bundesregierung hat weitreichende Reformen für die gesetzliche Rentenversicherung vorgeschlagen. Zu den Plänen gehören eine neue kapitalgedeckte Säule sowie Änderungen bei den Regelungen zum Renteneintrittsalter. Politische Spitzenvertreter haben bereits auf die Empfehlungen reagiert.
Die Kommission schlägt vor, das gesetzliche Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln und es schrittweise über 67 Jahre hinaus anzuheben. Zudem soll der vorzeitige Renteneintritt für Beschäftigte mit 45 oder mehr Beitragsjahren abgeschafft werden. Selbstständige und Politiker müssten künftig ebenfalls in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte an, alle Vorschläge der Kommission zügig umzusetzen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) forderte eine breite Debatte unter Einbeziehung aller Berufsgruppen. Er betonte, dass besonders geprüft werden müsse, wie sich die Änderungen auf Rentner in Ostdeutschland auswirken würden.
Beamte blieben zwar außerhalb des gesetzlichen Systems, ihr Renteneintrittsalter soll sich aber an den neuen Regeln orientieren. Woidke bestand darauf, sie dennoch in die Diskussion einzubeziehen. Unterdessen kritisierten die AfD und die BSW die Pläne zur Anhebung des Renteneintrittsalters und zur Streichung der Frühverrentungsoptionen.
Der Bericht der Kommission skizziert tiefgreifende Veränderungen in der Rentepolitik. Nun steht die Regierung vor der Aufgabe, die Vorschläge in Gesetzesform zu gießen. Falls umgesetzt, würden die Reformen die Altersvorsorge für Millionen Beschäftigte neu gestalten.






