30 April 2026, 08:02

Rekordbeteiligung beim Operetten-Wettbewerb – doch kein Grand Prix vergeben

Plakat für das Moskauer Theaterfestival 1935 mit einer Person vor einem Vorhang

Rekordbeteiligung beim Operetten-Wettbewerb – doch kein Grand Prix vergeben

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musical-Künstler endet mit Rekordbeteiligung

Der 10. Internationale Wettbewerb für Nachwuchskünstler aus den Bereichen Operette und Musical ist mit einer noch nie dagewesenen Anzahl an Bewerbungen zu Ende gegangen. Über hundert Teilnehmer aus Russland, Belarus und Usbekistan nahmen in diesem Jahr an dem Event teil. Zum ersten Mal in seiner 20-jährigen Geschichte zeigte der Wettbewerb eine bemerkenswerte Verschiebung der Trends und der Teilnehmerschaft.

Die diesjährige Ausgabe markierte einen Wendepunkt: Erstmals überstieg die Zahl der Operetten-Einreichungen mit 56 Beiträgen leicht die der Musicals (50). Diese Entwicklung steht im Kontrast zu den Vorjahren, in denen Musicals dominierten. Maxim Isaakowitsch, ein erfahrener Teilnehmer, beobachtete zwar den wachsenden Einfluss des Musiktheaters, betonte jedoch, dass die Operette nach wie vor ihren festen Platz behaupte.

Eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Preisen wurde verliehen – darunter Sonderauszeichnungen, benannte Ehrungen und ein von früheren Gewinnern vergebener "Erfolgreicher Debüt"-Preis. Trotz des großen Talents wurde jedoch kein Grand Prix vergeben – ein Umstand, der zuletzt 2006 auftrat.

Auch Studierende renommierter Musikakademien, die sich sonst auf klassische Formen konzentrieren, beteiligten sich und überzeugten mit starken Auftritten. Ihre Teilnahme brachte eine frische Dynamik in den Wettbewerb. Jurymitglied Georgi Isaakjan lobte die Operetten-Beiträge als "wahre Offenbarungen" und sprach sich für moderne Adaptionen aus – etwa Heldinnen mit Gewehren oder in Cowboy-Kostümen.

Isaakowitsch äußerte sich zudem zur Unberechenbarkeit des Wettbewerbs: Trotz der großen Teilnehmerzahl stachen nur wenige als herausragende Künstler hervor.

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Das Jubiläumsereignis stieß auf breites Interesse und spiegelt die wachsende Beliebtheit von Operette und Musical wider. Das Fehlen eines Grand Prix und der Aufstieg der Operetten-Beiträge deuten auf sich wandelnde Geschmäcker im Genre hin. Veranstalter und Teilnehmer blicken nun gespannt darauf, wie sich diese Trends auf künftige Wettbewerbe auswirken werden.

Quelle