Prominente mischen die bayerische Kommunalpolitik auf – von Klatschkolumnisten bis zu Extrembergsteigern
Lina FuchsPromi-Kandidaten: 'Huber-Bua' und 'Baby Schimmerlos' - Prominente mischen die bayerische Kommunalpolitik auf – von Klatschkolumnisten bis zu Extrembergsteigern
In dieser Wahlsaison zieht eine Welle bekannter Gesichter in die bayerische Kommunalpolitik ein. Von ehemaligen Journalisten und Schauspielern über Sportler bis hin zu Köchen – zahlreiche Prominente kandidieren nun für Sitze in Stadträten und Kreistagen. Ihre Hintergründe reichen von Medien und Sport über Gastronomie bis hin zum Extrembergsteigen.
In München streben gleich drei Persönlichkeiten ein Mandat im Stadtrat an. Michael Graeter, einst der berüchtigtste Klatschkolumnist der Stadt und reales Vorbild für die Kultfigur Baby Schimmerlos, tritt für die Münchner Liste auf Platz 12 an. Graeter positioniert sich deutlich gegen Bargeldabschaffung, Filialschließungen von Banken und die Hundesteuer. Zudem übt er Kritik an Angela Merkel, den Grünen, Annalena Baerbock, Frauenfußball und Frauenboxen.
Die ehemalige Chefredakteurin der Zeitschrift Bunte, Patricia Riekel, kandidiert für die FDP, während der Schauspieler Erwin Aljukic – bekannt als Frederik Neuhaus aus der ARD-Seifenoper Marienhof – für Die Linke auf Listenplatz 8 antritt.
Auch außerhalb Münchens wagen prominente Persönlichkeiten den Einstieg in die Politik. Der Extrembergsteiger Alexander Huber, der bereits einmal den Sprung in die Kommunalpolitik versuchte, kandidiert erneut für einen Sitz im Gemeinderat von Marktschellenberg. Gleichzeitig wirbt der mit Michelin-Sternen ausgezeichnete Koch Alexander Herrmann für die CSU bei den Kreistagswahlen in Kulmbach.
Andernorts bewirbt sich der ehemalige Nationalspieler Andreas Görlitz für die Dorfgemeinschaft Rott um einen Sitz im Gemeinderat von Rott am Lech. In Fürstenfeldbruck tritt die Ex-Kriegsberichterstatterin Ronja von Wurmb-Seibel mit den Grünen für das Amt der Landrätin an.
Die anstehenden Wahlen werden eine bunte Mischung aus neuen und vertrauten Namen auf den Stimmzetteln zeigen. Die Kandidaten bringen vielfältige berufliche Erfahrungen aus Medien, Unterhaltung, Sport und Gastronomie in ihre Kampagnen ein. Ihr Engagement spiegelt einen größeren Trend wider: Immer mehr Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens übernehmen Verantwortung in der kommunalen Politik.
