Pistorius reformiert Reservekräfte: Höhere Altersgrenze und strengere Regeln für Arbeitgeber
Lina FuchsPistorius reformiert Reservekräfte: Höhere Altersgrenze und strengere Regeln für Arbeitgeber
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius plant eine grundlegende Reform der Reservekräfte in Deutschland. Am Mittwoch wird er eine neue Strategie vorstellen, die unter anderem eine Anhebung der Altersgrenze für Reservisten vorsieht. Ziel der Änderungen ist es, erfahrenes Personal besser einzubinden und die Einberufung zu Übungen effizienter zu gestalten.
Noch in diesem Sommer soll das geplante Reservistenstärkungsgesetz präsentiert werden. Eine zentrale Neuerung ist die Erhöhung der Höchstaltersgrenze für Reservisten von 65 auf 70 Jahre. Begründet wird dies damit, dass Menschen angesichts einer steigenden Lebenserwerbszeit länger fit bleiben.
Zudem soll die Planung strenger werden, um sicherzustellen, dass die richtige Anzahl an Reservisten an den jährlichen Übungen teilnimmt. Bisher konnten Arbeitgeber Einspruch einlegen, wenn Mitarbeiter zu Ausbildungszwecken einberufen wurden. Die neue Strategie sieht vor, dieses Recht abzuschaffen – und damit das Prinzip der freiwilligen Mitwirkung von Unternehmen zu beenden.
Im Mittelpunkt der Reformen steht eine bessere Unterstützung für Reservisten aller Altersgruppen. Jüngere Rekruten sollen verbesserte Ausbildungsmöglichkeiten erhalten, während ältere Reservisten mit Berufserfahrung gezielt sinnvolle Aufgaben übertragen bekommen. Die Verantwortlichen betonen, dass deren Fähigkeiten nicht ungenutzt bleiben dürfen.
Die überarbeiteten Regelungen sehen vor, dass Reservisten künftig angemessen ausgestattet und ausgebildet werden. Da Arbeitgeber Einberufungen nicht mehr blockieren können, steht mehr Personal für Übungen zur Verfügung. Die Änderungen spiegeln das Bestreben wider, das Reservistensystem zu modernisieren und an eine alternde Belegschaft anzupassen.






