Petershausen erhöht 2026 Wasser- und Abwassergebühren deutlich
Petershausen in Bayern erhöht Wasser- und Abwassergebühren zum Jahresbeginn 2026
Die bayerische Gemeinde Petershausen hat zu Beginn des Jahres 2026 ihre Gebühren für Wasser und Abwasser angehoben. Die Anpassung folgt auf Jahre schrittweiser Erhöhungen und soll vergangene finanzielle Fehlbeträge ausgleichen. Laut Angaben der Behörden wird die Neuregelung im kommenden Jahr voraussichtlich einen Überschuss erwirtschaften.
Jahre lang basierten die Wasser- und Abwassergebühren in Petershausen auf einem gestaffelten System: Haushalte zahlten Grundgebühren zuzüglich verbrauchsabhängiger Sätze, die zwischen 2023 und 2025 in der Regel zwischen 3 und 5 Euro pro Kubikmeter für Wasser sowie 4 bis 6 Euro für Abwasser lagen. Jährliche Anpassungen von 2 bis 5 Prozent waren üblich und spiegelten Inflation sowie Infrastrukturkosten wider, die vom örtlichen Zweckverband verwaltet wurden.
Die jüngste Gebührenerhöhung dient jedoch nicht nur der Deckung künftiger Ausgaben. Sie gleicht rückwirkend auch die Defizite der vergangenen vier Jahre aus. Rechtlich sind Wasser- und Abwasserdienstleistungen verpflichtet, langfristig kostendeckend zu arbeiten, da sie nach dem Prinzip der Gebührenfinanzierung betrieben werden.
Für das Jahr 2026 rechnet das Petershausener Gemeindewerk (EGP) allein mit Einnahmen von 110.000 Euro aus der Wasserversorgung. Die Abwasserentsorgung soll zusätzliche 250.700 Euro einbringen. Zusammen führen diese Beträge erstmals seit Jahren zu einem prognostizierten Überschuss.
Die Gebührenerhöhung sichert die finanzielle Stabilität der kommunalen Wasser- und Abwasserdienstleistungen. Zwar müssen die Einwohner nun höhere Sätze zahlen, doch die Änderungen beseitigen nicht nur die bisherigen Fehlbeträge, sondern finanzieren auch den laufenden Betrieb. Der Überschuss für 2026 ist sowohl auf die Anpassung als auch auf strengere Kostendeckungsmaßnahmen zurückzuführen.






