04 March 2026, 09:06

"Opferpopp 2.0" verwandelt Halle in einen Ort der Erinnerung und des Dialogs

Eine Gruppe von Menschen steht in einem Cinemex-Kino in einem Einkaufszentrum, mit einer Person auf einem Stuhl, Tischen, Fotorahmen an der Wand, einem Schild, Deckenlampen und Geräten auf den Tischen.

"Opferpopp 2.0" verwandelt Halle in einen Ort der Erinnerung und des Dialogs

Im März 2026 kommt eine neue immersive Theaterinstallation nach Halle: "Opferpopp 2.0 – Ein Requiem" transformiert das nt-Schaufenster in das Klubhaus Kluth – einen Ort, der Ausstellung, Club und Performance vereint. Das Projekt greift ein 2007 uraufgeführtes Stück über Jugend, Gewalt und Vernachlässigung auf und lädt junge Menschen ab 14 Jahren ein, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

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Die Installation ist Teil der Reihe "ERINNERN IST HEIMAT", die sich mit Halles Geschichte, ungelösten Fragen und kollektiven Verletzungen beschäftigt. Regisseur Mirko Borscht und der Videokünstler Hannes Hesse leiten das Projekt und zeichnen die Lebenswege der ursprünglichen Opferpopp-Darsteller:innen von 2007 nach. Ihre zentrale Frage: "Was ist aus ihnen geworden?"

Vom 5. bis 22. März 2026 widmet sich jeder Abend einem anderen Thema – und hinterfragt dabei Klischees über "Problemkinder" sowie Erfahrungen von Ausgrenzung. Gleichzeitig ist die Produktion eine Hommage an Alexander Kluth, ein ehemaliges Ensemblemitglied, das im vergangenen Jahr starb. Das Klubhaus Kluth wird so zu einem Ort des Gedenkens und der Begegnung, der Raum für Reflexion und Dialog bietet.

Inspiriert vom Originalstück von 2007 arbeiten in der Neuinszenierung junge Laiendarsteller:innen mit, die eigene Geschichten von Gewalt und Vernachlässigung teilen. Das Projekt schafft einen Gegenraum für Jugendliche – als Reaktion auf den Schwund öffentlicher Freiräume für sie. Durch die Verbindung von Performance, Ausstellung und Club-Elementen ehrt es vergessene Biografien und erkundet Widerstandsfähigkeit angesichts von Verlust.

An zwölf Abenden gibt die Installation jungen Stimmen und verdrängten Erzählungen eine Bühne. Auch nach den Aufführungen bleibt das Klubhaus Kluth ein Ort der Begegnung, des Erinnerns und des Austauschs. Karten und weitere Informationen gibt es über das Thalia Theater Halle.