05 February 2026, 08:07

Oberstdorfs Kulturlegende Georg Späth senior mit 100 Jahren verstorben

Ein Skigebiet in den französischen Alpen mit schneebedeckten Bergen, verstreuten Gebäuden und Bäumen sowie Menschen, die die Pisten hinunterfahren.

Oberstdorfs Kulturlegende Georg Späth senior mit 100 Jahren verstorben

Georg Späth senior, eine prägende Persönlichkeit der Oberstdorfer Tourismus- und Kulturszene, ist im Alter von 100 Jahren verstorben. 1925 in dem bayerischen Städtchen geboren, hinterlässt er ein Erbe, das sowohl den Wintersport als auch die regionalen Traditionen nachhaltig geprägt hat. Zu seinen Verdiensten zählt die Gründung zweier beliebter Einrichtungen, die bis heute das Gesicht der Region mitbestimmen.

Späth senior war ein lebenslanger Begeisterter des Wintersports. In der Mitte des 20. Jahrhunderts gründete er die Küberg-Skischule, die Oberstdorf als Ziel für Skifahrer bekannt machte. Seine Leidenschaft für die Natur verband sich dabei mit seinem Engagement für die Bewahrung der heimischen Kultur.

1952 ins Leben gerufen wurde von ihm gemeinsam mit Georg Wesch die Bauernbühne, ein Volkstheater, das zunächst Dialektstücke und Aufführungen mit Wurzeln in der Allgäuer Tradition auf die Bühne brachte. Mit der Zeit erweiterte die Gruppe ihren Wirkungskreis, gastierte in ganz Deutschland und erhielt Auszeichnungen wie den Bayerischen Kulturpreis. Bis 2026 entwickelte sie sich zu einem professionellen Ensemble mit über 100 Produktionen – stets ihrem ländlichen Erbe verbunden.

Im vergangenen Herbst feierte Späth senior seinen 100. Geburtstag und blicke damit auf ein Jahrhundert des Einflusses in Oberstdorf zurück. Seine Arbeit in Tourismus und Kultur festigte seinen Ruf als Pionier der Region.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mit Späth seniors Tod schließt sich ein Kapitel für Oberstdorf, doch sein Wirken bleibt lebendig. Die Skischule und die Bauernbühne ziehen weiterhin Besucher an und pflegen die lokalen Bräuche. Beide Einrichtungen sind nach wie vor unverzichtbare Säulen des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens der Stadt.