28 June 2026, 18:01

NRW-Wähler setzen neue Prioritäten: Infrastruktur statt Migration im Fokus

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

NRW-Wähler setzen neue Prioritäten: Infrastruktur statt Migration im Fokus

In Nordrhein-Westfalen verschieben sich die Prioritäten der Wähler, während sich die politische Unterstützung ändert. Infrastruktur und Verkehr haben Migration als wichtigstes Anliegen abgelöst – für 31 Prozent der Bürger steht dieses Thema nun an erster Stelle. Aktuelle Umfragen zeigen zudem deutliche Bewegungen bei den Landesparteien.

Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst hat einen deutlichen Rückgang der Zustimmung erlebt: Sie fiel von 40 Prozent im Oktober 2024 auf nun 32 Prozent. Auch die SPD unter Jochen Ott verlor an Unterstützung und kommt mit drei Punkten weniger auf 17 Prozent – nur knapp über ihrem Rekordtief von 16 Prozent im Juni 2025.

Die Grünen konnten hingegen zulegen und steigen um zwei Punkte auf 15 Prozent. Die rechtspopulistische AfD kletterte auf 17 Prozent und liegt damit gleichauf mit den Grünen als zweitstärkste Kraft im Land. Die FDP überschritt mit einem Plus von einem Punkt erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde.

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung sank auf 42 Prozent – ein deutlicher Rückgang seit Februar. Nur noch 22 Prozent der Wähler bezeichnen die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut, ein Minus von neun Punkten im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Sorge um den Arbeitsplatz wuchs: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten nun Arbeitslosigkeit, sechs Punkte mehr als 2023.

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Steigende Reisekosten wirken sich auf die Pläne der Bürger aus: 25 Prozent entscheiden sich für günstigere Trips oder sagen Reisen ganz ab. Beim Thema Bürokratie glaubt lediglich sechs Prozent, dass Deutschland Fortschritte bei der Entflechtung gemacht hat, während 49 Prozent die Bemühungen für unzureichend halten.

Die CDU bleibt zwar stärkste Kraft, sieht sich aber starkem Wettbewerb durch AfD und Grüne ausgesetzt. Die Sorgen der Wähler konzentrieren sich nun auf Infrastruktur und wirtschaftliche Stabilität. Die Zustimmung zur Arbeit der Regierung geht weiter zurück – ein Zeichen für die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung.

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