05 May 2026, 16:01

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und reaktiv

Detailierte Karte der iranisch-sowjetischen Grenze mit geografischen Merkmalen und Grenzinformationen.

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und reaktiv

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und Außenexperte der Grünen, hat die deutsche Iran-Politik scharf kritisiert. Seiner Ansicht nach begnügt sich die Bundesregierung damit, auf Ereignisse zu reagieren, statt sie aktiv mitzugestalten. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit zunehmender Spannungen in der Straße von Hormus, wo der Iran wiederholt zivile Frachtschiffe angegriffen hat.

Nouripour wirft der Bundesregierung vor, keine entschlossenen Schritte einzuleiten. Besonders kritisierte er Außenminister Johann Wadephul (CDU), dem er vorhält, sich in der Iran-Politik nicht ausreichend zu engagieren. Nach Nouripours Einschätzung hat das zögerliche Vorgehen Deutschlands Teheran den Eindruck vermittelt, in Verhandlungen die stärkere Position innezuhaben.

Die Lage in der Straße von Hormus hat sich in den letzten Monaten weiter zugespitzt. Nouripour bezeichnete die iranischen Angriffe auf Handelsschiffe als inakzeptabel und warnte, dass es in der Region keinen wirklichen Waffenstillstand gebe. Solche Provokationen dürften nicht ohne Konsequenzen bleiben, betonte er.

Um die Pattsituation zu durchbrechen, forderte Nouripour Deutschland und andere europäische Staaten auf, eigene Vorschläge in die Verhandlungen einzubringen. Eine aktivere Haltung sei nötig, um dem wachsenden Selbstbewusstsein Irans entgegenzuwirken. Andernfalls drohe das Regime weiter ungestraft zu handeln, so seine Befürchtung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Nouripours Aussagen unterstreichen die wachsende Kluft zwischen der aktuellen deutschen Politik und der eskalierenden Krise in der Straße von Hormus. Sein Appell für neue diplomatische Initiativen spiegelt die Unzufriedenheit mit dem Status quo wider. Nun bleibt abzuwarten, ob Berlin auf diese Warnungen mit einer Kurskorrektur reagieren wird.

Quelle