Neugrabens Stadtzentrum vor ungewisser Zukunft: Verwaltungsprojekte stocken und Leerstände drohen
Henry SeidelNeugrabens Stadtzentrum vor ungewisser Zukunft: Verwaltungsprojekte stocken und Leerstände drohen
Ungewisse Zukunft für Neugrabens Stadtzentrum: Verwaltungsbauten im Umbruch
Die Zukunft des Neugrabener Stadtzentrums steht infrage, nachdem die Pläne für die Verwaltungsgebäude neu bewertet werden. Verzögerungen und steigende Kosten haben zentrale Projekte zurückgeworfen, während alternative Nutzungen für bestehende Flächen noch unklar sind. Teile des Gebiets könnten dadurch jahrelang leer stehen.
Der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes in Neugraben wurde auf Mitte 2025 verschoben. Die Fertigstellung ist nun für 2027 vorgesehen – zwei Jahre später als ursprünglich geplant. Wirtschaftliche Belastungen und explodierende Baukosten haben das ursprüngliche Budget, das Anfang 2022 festgelegt wurde, obsoleten lassen.
Unterdessen bleibt der Umzug der örtlichen Polizeidienststelle im Zeitplan. Die Bauarbeiten beginnen im November 2024, die neue Wache soll bis Mai 2025 fertiggestellt werden. Das Projekt hat ein Budget von 26,1 Millionen Euro.
Die Pläne, Teile des denkmalgeschützten Rathauskomplexes aus den 1970er-Jahren abzureißen und durch Wohnungen zu ersetzen, wurden fallen gelassen. Bisher gibt es keine alternativen Konzepte für die Nutzung des Gebäudes. Zudem prüfen die Behörden, ob das heutige Bezirksamt langfristig noch den administrativen Anforderungen gerecht wird.
Die Verzögerungen und verworfenen Pläne werfen Fragen über die Entwicklung des Neugrabener Zentrums auf. Sollten keine neuen Lösungen gefunden werden, könnten Leerstände zunehmen. Bisher ist allein der Polizeineubau das einzige Projekt, das wie vorgesehen voranschreitet.
