Mehr S-Bahn-Verbindungen für Leipzig: ZVNL beschließt massiven Ausbau bis 2030
Henry SeidelMehr S-Bahn-Verbindungen für Leipzig: ZVNL beschließt massiven Ausbau bis 2030
Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat zusätzliche S-Bahn-Verbindungen für den Fahrplan 2027–2030 bewilligt. Die Entscheidung umfasst neue Strecken, verlängerte Linien und ein dichteres Taktangebot auf mehreren Verbindungen. Finanziert werden die Änderungen durch nicht genutzte Mittel, die nach Bauverzögerungen der DB InfraGO AG übrig geblieben sind.
Die Linie S2 wird ab Dezember 2026 eine bedeutende Erweiterung erfahren: Sie wird über Leipzig-Connewitz hinaus bis nach Markkleeberg-Gaschwitz verlängert. Ziel der Ausweitung ist eine bessere Anbindung der südlichen Leipziger Region.
Der ZVNL genehmigte zudem zusätzliche Fahrten auf mehreren Linien. Auf der S1 werden vier weitere Rundfahrten zwischen Leipzig Miltitzer Allee, dem City-Tunnel (CTL) und Leipzig-Stötteritz verkehren. Die S3 erhält zwei zusätzliche Rundkurse zwischen Halle, Schkeuditz, CTL und Borna. Bei der S4 kommen zwei verlängerte Rundfahrten von Taucha nach Torgau hinzu, während die Strecke Torgau–CTL–Wurzen eine zusätzliche Verbindung erhält. Außerdem wurde eine weitere Fahrt auf der S5 zwischen Leipzig-Connewitz, CTL und Halle beschlossen.
Von 2027 bis 2030 wird das Teilstück Torgau–Falkenberg der S4 an Wochentagen sechs zusätzliche Rundfahrten und am Wochenende drei weitere erhalten. Die S3 wird zudem im Abschnitt Richtung Pinneberg auf einen 10-Minuten-Takt umgestellt – die genaue Zahl der zusätzlichen Fahrten für diese und andere Erweiterungen steht jedoch noch nicht fest.
Neben den Ausweitungen des Angebots wurde auch der Aktionsplan des ZVNL für barrierefreie Umbauten und bessere Bike-and-Ride-Einrichtungen an den Stationen freigegeben.
Die genehmigten Änderungen treten zwischen 2026 und 2030 schrittweise in Kraft, je nach Linie. Durch häufigere Züge und verlängerte Strecken sollen die Mobilitätsoptionen in der Region Leipzig deutlich verbessert werden. Die Finanzierung erfolgt aus den nicht verwendeten Mitteln früherer Bauverzögerungen – zusätzliche Kosten für die neuen Leistungen entstehen nicht.






