Mediashop GmbH meldet Insolvenz an – Rettungsversuch mit 51 Millionen Euro Schulden
Moritz HartmannMediashop GmbH meldet Insolvenz an – Rettungsversuch mit 51 Millionen Euro Schulden
Mediashop GmbH mit Sitz in Neunkirchen meldete im Februar 2026 Insolvenz an – mit Schulden in Höhe von 51,55 Millionen Euro. Das Teleshopping-Unternehmen, das rund 160 Mitarbeiter beschäftigt, steht nun im Mittelpunkt eines Rettungsversuchs, der von Investoren und dem Insolvenzverwalter Michael Lentsch vorangetrieben wird.
Der Firmensitz befindet sich auf einem 6.566 Quadratmeter großen Grundstück und umfasst ein dreistöckiges Gebäude, das 2018 fertiggestellt wurde und über 2.670 Quadratmeter Nutzfläche verfügt. Mediashop GmbH zahlt derzeit knapp 14.000 Euro jährlich an Erbbauzins für das bis 2078 gültige Erbbaurecht. Allerdings lastet auf dem Objekt eine Hypothek von bis zu 5,5 Millionen Euro, wobei die tatsächlichen Verbindlichkeiten bei 3,9 Millionen Euro liegen.
Die Investoren arbeiten daran, das Unternehmen wiederzubeleben und Mediashop GmbH als Marktführer im TV-Shopping in Österreich, Deutschland und der Schweiz zu positionieren. Teil des Plans ist eine Reduzierung der Fernsehkanäle von 172 auf 30. Trotz dieser Bemühungen scheiterten die Verhandlungen zwischen der Investorengruppe und der Hausbank des Unternehmens über die Übernahme des Standorts in Neunkirchen bisher.
Der Verkauf der operativen Vermögenswerte von Mediashop GmbH inklusive des Erbbaurechts soll noch in dieser Woche abgeschlossen werden. Der bestellte Insolvenzverwalter Michael Lentsch stimmt sich weiterhin mit den Investoren ab, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.
Falls der Verkauf wie geplant verläuft, übernehmen die neuen Eigentümer sowohl den Geschäftsbetrieb als auch die Immobilienrechte. Das Ergebnis wird entscheiden, ob es Mediashop GmbH gelingt, im Teleshopping-Markt wieder Fuß zu fassen – allerdings mit einem deutlich verkleinerten Kanalangebot.






