Massive Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Emma KrügerMassive Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um gegen ein örtliches Kampfsportstudio mit mutmaßlichen rechtsextremen Verbindungen zu protestieren. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, die Kritiker als Treffpunkt für extremistische Netzwerke anprangern.
An der Demonstration nahmen laut Polizei und Veranstaltern zwischen 170 und mehrere hundert Menschen teil, überwiegend junge Aktivisten. Die Protestierenden skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ und forderten die sofortige Schließung des Studios. Ihre Wut speiste sich aus dem Verdacht, die Akademie diene der Rekrutierung und Vernetzung von Rechtsextremisten.
Die Gladiator Fight Academy steht bereits länger wegen ihrer Verbindungen zu bekannten Extremisten in der Kritik. Zu ihrem Kernteam gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer von Jungsturm Erfurt, einer Gruppe mit Bezügen zur rechtsextremen Hooligan-Szene. Ein weiteres Mitglied, Hans Krüger, arbeitet als Nachwuchstrainer im Studio und ist gleichzeitig Fan von Energie Cottbus, einem Verein mit einer Geschichte rechtsextremer Vorfälle unter seinen Anhängern.
Die Betreiber des Studios veranstalteten kürzlich in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series – eine Veranstaltung mit überwiegend rechtsextremem Publikum. Die Wahl des Ortes, ein kommunales Kultur- und Gemeinschaftszentrum, verschärfte die Empörung der Demonstranten, die infrage stellten, warum öffentliche Räume für solche Events genutzt werden.
Auch Christopher Henze, dem ebenfalls Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene nachgesagt werden, steht in Verbindung mit dem Studio. Seine Beteiligung hat die Sorgen über die politischen Verstrickungen der Einrichtung weiter verstärkt.
Die Demonstration zeigt den wachsenden Widerstand gegen die Gladiator Fight Academy und ihre mutmaßlichen Extremistenkontakte. Die Protestierenden haben deutlich gemacht, dass sie die Schließung des Studios fordern, während die Behörden nun mit Fragen zur weiteren Zulassung konfrontiert sind. Die Nutzung eines öffentlichen Veranstaltungsortes wirft zudem Bedenken hinsichtlich Aufsicht und Verantwortung auf.






