Mainzer Revue startet mit scharfer Satire und historischem Frauen-Debüt
Emma KrügerFrauen-Deb├╝t bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainzer Revue startet mit scharfer Satire und historischem Frauen-Debüt
Die 71. Ausgabe der "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht"-Revue hat mit scharfer politischer Satire begonnen. Mainz 05 war dabei, als Christina Grom als erste Frau an der Spitze des Protokolls stand – ein Novum in der langen Tradition der Veranstaltung. Die Show nahm hochkarätige Persönlichkeiten wie Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Donald Trump aufs Korn.
Die seit 1955 bestehende Revue setzt seit jeher auf Witz, um Politik und Gesellschaft zu kritisieren. Was einst als lokale Satire des 19. Jahrhunderts begann, behandelt heute Bundespolitik, EU-Debatten und globale Skandale. Die diesjährige Ausgabe blieb ihrem Stil treu und verband bewährte Traditionen mit frischen Akzenten.
Groms Pointen waren besonders dreist: Sie schlug vor, im Himmel solle man Trumps Ego mit der Gutenberg-Bibel "zusammenstutzen". Auch Kanzler Merz und Ministerpräsident Söder blieben nicht verschont – das Publikum lachte über ihre beißenden Kommentare.
Der langjährige Moderator Andreas Schmitt beendete die Sitzung in seiner Rolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms. Währenddessen feierte Jürgen Wiesmann sein 25-jähriges Jubiläum als Ernst Lustig, eine Karnevalslegende. Die Mischung aus neuen Gesichtern und erfahrenen Darstellern sorgte für hohe Energie und bewies den anhaltenden Charme der Revue.
Wie gewohnt endete die Veranstaltung mit einer Mischung aus Satire und Spektakel. Groms Debüt als Protokollchefin unterstrich den Wandel der Revue, während die Witze ihren Ruf für furchtlosen politischen Humor festigten. Wie immer verließ das Publikum die Show unterhalten – und die Politiker etwas verunsichert.
