01 March 2026, 06:01

Legaler Cannabis-Markt in Hamburg und Kiel wächst – doch die Nachfrage bleibt ungedeckt

Eine Gruppe von Menschen steht um ein Auto mit einem "Legalise Cannabis Ireland"-Schild herum, umgeben von Gebäuden mit Fenstern und Laternen unter einem klaren blauen Himmel, mit Papieren im Auto sichtbar.

255 Kilo Cannabis im Norden legal geerntet - Nachfrage steigt - Legaler Cannabis-Markt in Hamburg und Kiel wächst – doch die Nachfrage bleibt ungedeckt

Hamburg und Holstein Kiel verzeichnen bedeutende Fortschritte bei der legalen Cannabis-Abgabe seit 2025

In den beiden norddeutschen Bundesländern Hamburg und Holstein Kiel hat sich die legale Verteilung von Cannabis seit 2025 deutlich entwickelt. Im vergangenen Jahr produzierten lizenzierte Anbauvereine in den beiden Ländern zusammen über 250 Kilogramm Marihuana und Haschisch. Gleichzeitig melden die Behörden einen Rückgang der Drogendelikte – doch das Angebot kann mit der Nachfrage noch nicht Schritt halten.

In Hamburg gibt es mittlerweile 15 zugelassene Cannabis-Clubs, von denen fünf im Jahr 2025 ihre erste Ernte einbrachten. Diese Vereine gaben etwa 230 Kilogramm Cannabis an rund 1.700 Mitglieder ab. Zwei weitere Clubs mit Sitz außerhalb der Stadt errichteten ebenfalls Abgabestellen in Hamburg, sodass es insgesamt neun Vertriebsstellen gibt.

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In Holstein Kiel sind elf Anbauvereine aktiv, davon bauen acht Cannabis an, und fünf haben bereits ihre Ernte an die Mitglieder verteilt. Diese Clubs lieferten im vergangenen Jahr etwa 25,3 Kilogramm Marihuana und Haschisch aus.

Trotz der Fortschritte gibt die Hamburger Polizei zu bedenken, dass die legale Ernte noch zu gering ist, um die Nachfrage zu decken. Viele Verbraucher greifen daher weiterhin auf illegale Quellen zurück. Dennoch verzeichnete die Stadt 2025 einen Rückgang der Drogendelikte um 17,4 Prozent – ein Erfolg, den die Behörden mit der Legalisierung von Cannabis in Verbindung bringen.

Nach aktuellem deutschem Recht dürfen Erwachsene bis zu 25 Gramm Cannabis besitzen und bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen. Die Überwachung dieser Vorschriften kostete das Bezirksamt Altona und die Innenbehörde Hamburg im vergangenen Jahr rund 930.000 Euro für Personal und Verwaltung.

Der legale Cannabis-Markt in Hamburg und Holstein Kiel wächst weiter, wobei die lizenzierten Vereine Hundert Kilogramm des Rauschmittels für ihre Mitglieder produzieren. Zwar sind die Drogendelikte zurückgegangen, doch die Behörden räumen ein, dass das Angebot die Nachfrage noch nicht deckt. Das System bleibt unter genauer Beobachtung, während sich Regularien und Vertriebsnetze weiterentwickeln.