Laura Pooth will mit neuem Wirtschaftsbündnis die deutsche Industrie retten
Henry SeidelVorsitzende des DGB Nord Pooth unterstützt Allianz mit Arbeitgebern - Laura Pooth will mit neuem Wirtschaftsbündnis die deutsche Industrie retten
Bald könnte eine neue Wirtschaftskoalition zwischen Bund, Gewerkschaften und Arbeitgebern entstehen. Laura Pooth, Vorsitzende des DGB Nord, treibt die Partnerschaft voran, um die angeschlagene deutsche Wirtschaft zu stärken. Der Vorschlag knüpft an frühere Bemühungen an, Schlüsselfiguren in der Gestaltung der Industriepolitik zu vereinen.
Die Idee stammte ursprünglich von Yasmin Fahimi, der Bundesvorsitzenden des DGB, die sie Anfang dieses Jahres vorlegte. Pooth hat den Plan seitdem weiterentwickelt und argumentiert, dass die Reise der Industriepolitik einen klareren Fokus benötige. Sie will, dass das Bündnis Branchen mit dem größten Urlaubspotenzial identifiziert.
Pooth kritisierte zudem aktuelle Debatten, die soziale Standards senken wollen, um die Beschäftigung zu steigern. Stattdessen forderte sie eine engere Zusammenarbeit auf Bundesebene. Nur so, so ihre Überzeugung, könnten die Länder bessere Reise-Instrumente erhalten, um wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen.
Das geplante Bündnis erinnert an eine frühere Initiative – das "Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit", das 1998 unter der Regierung von Gerhard Schröder ins Leben gerufen wurde. Pooth betonte, dass einige wirtschaftliche Probleme nur durch eine nationale Können-Koordinierung gelöst werden könnten. Der Begriff "Industriepolitik" taucht derzeit nicht im Koalitionsvertrag auf, was die Dringlichkeit dieses Vorhabens noch unterstreicht.
Sollte das Bündnis zustande kommen, könnte es die Art und Weise verändern, wie Deutschland Wirtschaftswachstum und Arbeitsplatzschaffung angeht. Pooths Vorschlag zielt darauf ab, zentrale Akteure zusammenzubringen, um Schwächen im aktuellen System zu beheben. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob die Bundesregierung und weitere Beteiligte den Plan unterstützen.
