08 March 2026, 16:01

Ladestationen in Tiefgaragen: Warum kollektive Lösungen oft günstiger sind als Einzelinstallationen

Eine Ladestation für Elektrofahrzeuge in einer Tiefgarage mit zwei an der Wand angebrachten Ladestationen und Tafeln mit Text darauf, der Boden ist unten im Bild sichtbar.

Ladestationen in Tiefgaragen: Warum kollektive Lösungen oft günstiger sind als Einzelinstallationen

Die Installation von Ladestationen für Elektroautos in Tiefgaragen von Wohnanlagen verursacht je nach Vorgehensweise stark unterschiedliche Kosten. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Preise je nach gewähltem Ansatz beträchtlich schwanken können. Wer als Eigentümer eine private Wallbox einbauen möchte, muss mit Ausgaben zwischen 1.300 und 3.700 Euro pro Stellplatz rechnen – noch vor staatlichen Fördergeldern.

Kombiniert mit einer eigenen Ladestation steigen die Gesamtkosten auf etwa 5.000 Euro. Doch kollektive Lösungen, bei denen alle Parkplätze auf einmal elektrifiziert werden, erweisen sich langfristig oft als günstiger.

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Die reinen Basisinstallationskosten liegen zwischen 251 und 4.487 Euro pro Stellplatz, im Schnitt bei rund 1.800 Euro. Diese Summen decken Grundarbeiten wie Kabelverlegung und Stromverteilung ab, nicht jedoch die Wallbox selbst. Mit einem persönlichen Ladegerät erhöht sich der Preis pro Platz auf etwa 5.000 Euro.

Ein gemeinschaftlicher Ansatz, bei dem die gesamte Garage mit Lademöglichkeiten ausgestattet wird, verteilt die Kosten gleichmäßiger. Dafür ist ein Mehrheitsbeschluss von zwei Dritteln der Eigentümer nötig, und die Grundkosten werden auf alle umgelegt. Zwar wirken die Anfangsinvestitionen hoch, doch langfristig ist diese Variante für viele Wohneigentümergemeinschaften die wirtschaftlichste Lösung.

Auch das Einholen mehrerer Angebote kann die Ausgaben senken. Die Studie ergab, dass der Vergleich von drei Angeboten im Schnitt 530 Euro bei der Wallbox-Installation spart. Staatliche Förderungen spielen ebenfalls eine zentrale Rolle: Regionale Zuschüsse – wie etwa bis zu 1.500 Euro in Grünwald – mindern die finanzielle Belastung. Der geplante Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 soll zudem größere Garagen mit mindestens zehn Stellplätzen unterstützen.

Allerdings könnten einige Branchenempfehlungen den Ausbau bremsen. Die Richtlinien des BDEW und VDE zu Leistungskapazität und -fähigkeit gelten für viele Immobilien als zu ambitioniert. Das könnte Modernisierungen in Gebäuden verzögern, wo technische oder finanzielle Grenzen bestehen.

Die Studie unterstreicht die finanziellen Hürden beim Aufbau von E-Ladeinfrastruktur in Gemeinschaftsgaragen. Während einzelne Wallboxen zwischen 1.300 und 3.700 Euro kosten, senken kollektive Elektrifizierungsprojekte oft die langfristigen Ausgaben. Staatliche Zuschüsse und wettbewerbsorientierte Ausschreibungen entlasten zusätzlich.

Für Wohneigentümergemeinschaften wird es entscheidend sein, Fördergelder zu sichern und den richtigen Ansatz zu wählen. Der Erfolg der künftigen E-Mobilität hängt davon ab, technische Standards mit praktischer Bezahlbarkeit in Einklang zu bringen.

Quelle